
Wer aktuell an der Elbe entlang spaziert, dem fallen zwischen Stern- und Hubbrücke gerade auf jeden Fall lauter Banner ins Auge. „Trümmi bleibt“ oder „Bäume statt Bomben“ steht da. Das kleine Wäldchen auf dem Trümmerberg ist nämlich aktuell von Naturschützern besetzt.
Weil die Stadt ihnen am Freitag untersagt hat im kleinen Waldgebiet auf dem Trümmerberg auf Bäume zu klettern oder sich in ihrem Baumhaus aufzuhalten, haben die Aktivisten nun einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht eingereicht.
Die Aktivisten setzen sich hier für den Erhalt des Trümmerwaldes ein. Seit Donnerstag sind sie vor Ort und haben ein Baumhaus gebaut, dass sie hier besetzen. Die Naturschützer warnen vor der Abholzung des Waldes und dem Rückbau des Trümmerbergs – einmal aus Naturschutz- aber auch aus gesundheitlichen Gründen. Denn hier soll sich laut den Naturschützern Kriegsschutt befinden, der für gesundheitliche Schäden sorgen soll, sollte er freigesetzt werden. Hintergrund sind Pläne für 3 Luxus-Mietshäuser auf der Fläche.
Hier ist man ehrlicherweise etwas erstaunt. Einmal, weil es noch gar keine konkreten Baupläne, geschweige denn eine Baugenehmigung gebe und hier somit in den nächsten Jahren nichts passieren wird.
Außerdem sagte uns ein Sprecher der Stadt, er wisse nichts von gesundheitsschädigenden Materialien unter der Erde. Und sollte sich Kriegsschutt unter der Erde befinden, werde der bei möglichen Bauarbeiten eh von einer Fachfirma umweltschonend entsorgt.
Die Naturschützer dürfen hier weiter demonstrieren, das fällt unter das Versammlungsrecht. Aber auf die Bäume und das Baumhaus klettern dürfen sie aus Sicherheitsgründen theoretisch nicht – das hat die Stadt verboten.
Die Polizei hätte daher das Recht das Baumhaus zu räumen. Dagegen haben die Aktivisten jetzt aber Klage eingelegt. Sie wollen noch bis Donnerstag durchhalten.