
Intel kommt NICHT nach Magdeburg. Der US-Chiphersteller gibt seine Pläne für Deutschland auf, teilte das Unternehmen jetzt mit.
Als Grund nannte es die sinkende Nachfrage der Kunden. Kommt das jetzt überraschend?
Nicht wirklich, Intel hatte seine Ansiedlungspläne ja immer weiter nach hinten verschoben und dann im letzten Jahr für 2 Jahre komplett auf Eis gelegt. Dann wolle man das Projekt neu bewerten, hieß es. Nachdem die Nachfrage nach den Chips aber gesunken war, das Unternehmen wirtschaftlich nicht mehr so gut da stand und es eine Entlassungswelle gab, war die milliardenschwere Ansiedlung bei Magdeburg schon recht unwahrscheinlich.
Was bedeutet das für die Region?
Erstmal entstehen hier jetzt natürlich nicht die 3.000 versprochenen Arbeitsplätze. Und auch die bereits bezahlten Projekte – wie die Vorbereitung der Fabrikfläche oder die Erweiterung der Straße zum Gelände – waren jetzt – theoretisch – erstmal umsonst. Aber das Land hofft jetzt einen Chip-Hersteller aus Dresden an Land zu ziehen. Interesse gibt es, die Fördermöglichkeiten müssen aber noch geklärt werden.
Wie geht es jetzt weiter?
Der Bund wollte die Investition mit 10 Milliarden Euro unterstützen- was passiert jetzt mit diesem Geld? Die Intel-Absage kam gerade noch rechtzeitig, sagte Irene Bertscheck vom Leibniz-Zentrum für Wirtschaftsforschung. So wurden die 10 Milliarden Euro noch nicht ausgezahlt, ansonsten wären sie weg gewesen.
Das Projekt Hightechpark Sülzetal soll trotzdem weiterleben, sowohl die Stadt Magdeburg, als auch der Landkreis Börde werben weiter um Investoren. Die 10 Milliarden bleiben jetzt aber erstmal im Bundeshaushalt- eine Förderung für andere, wenn auch deutlich kleine Chipfabriken ist durchaus denkbar.