
Im Prozess um den Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt haben gestern erstmals Betroffene ausgesagt. Der Richter erklärte im Vorfeld Nachfragen des Angeklagten für zulässig, bat ihn aber diese von seinen Anwälten stellen zu lassen. Zum Schutz der Opfer. Die Betroffenen sind eigentlich von der Aussage befreit, um dem Angeklagten nicht gegenüberstehen zu müssen oder retraumatisiert zu werden. Die drei Betroffenen hatten sich freiwillig als Zeugen gemeldet. Bei ihnen handelt es sich um einen syrischen Arzt, einen Kraftfahrer und eine Bürokauffrau aus Magdeburg. Die Männer schilderten wie das Auto nur knapp an ihnen vorbeifuhr und wie sie im Anschluss erste Hilfe leisteten. Die Frau berichtete unter Tränen, wie das Geschehene sie bis heute belaste. Als der Angeklagte nach der Aussage Stellung beziehen wollte, drehte der Richter ihm nach einigen Worten das Mikro ab. Nächste Woche kommen weitere Opfer zu Wort, darunter die Mutter des getöteten Jungen.