
Feuer löschen, Katzen retten, bei Unfällen helfen – das gehört zum Alltag der Feuerwehr. Doch manchmal brauchen auch große Tiere wie Kühe oder Pferde Hilfe. Weil solche Einsätze selten sind, hat die Berufsfeuerwehr Magdeburg den Ernstfall geprobt – mit einem Pferdedummy und Expertin Nora Hoffmann. Das Pferd, das es heut zu retten gilt, heißt Pedro, wiegt 200 Kilo und sieht aus wie ein übergroßes Playmobilspielzeug. Pedro liegt in seiner Transportbox und kann sich nicht allein befreien. Deswegen muss er erstmal sediert werden – Nora, worauf müssen die Kollegen jetzt achten?„Am wichtigsten ist es, dass sich niemand in der Kickzone rund um die Beine aufhält. Aber auch bei der Kopfschlagzone muss man aufpassen. So ein Pferdekopf wiegt schon mal 40 Kilo. Wenn man davon eine Kopfnuss bekommt, dann tut das ziemlich weh.“
Von Pedro gabs zum Glück kaum Gegenwehr. Mit riesigen Stangen und Gurten versuchen die Feuerwehrleute jetzt, die Gliedmaßen zu ordnen. Ulf Seiler, ein bisschen wie Tetris, oder? „Ich denke schon – ja. Aber wir finden immer eine Lösung.“ Habt ihr als Stadtfeuerwehr überhaupt so mit solchen Großtierrettungen zu tun?„Schon – wir haben die Stadt, auch ländlichen Bereich und den Zoo. Da passiert es doch bis zu 8 Mal im Jahr, dass man zu solchen Einsätzen ausrückt.“
Die Erfahrung merkt man auch. Pedros Beine sind schnell geordnet und er wird von den Kollegen vorsichtig aus dem Anhänger gezogen. Das ging fix. Wie haben sich die Kollegen hier angestellt, Nora?„Wirklich gut. Man merkt, dass die Kollegen aus Magdeburg schon länger zusammenarbeiten und ein gutes Team sind. Das ging harmonisch Hand in Hand." Und wie geht’s jetzt für Pedro weiter? „Pedro haben wir wieder auf dem Anhänger verladen und da bleibt er bis morgen Nachmittag. Dann gebe ich die nächsten zwei Tage Seminare für die anderen Wachabteilungen.“