
Kennt Ihr all Eure Nachbarn? Auf dem Dorf wahrscheinlich schon eher – in der Stadt kennt man meistens nur den Nachnamen vom Klingelschild. Dabei sehnen sich gerade ältere Leute oft nach einem kurzen Gespräch oder etwas Hilfe im Alltag. Die wollen der Arbeiter und Samariter Bund Magdeburg, die Wobau und die Gesellschaft für Prävention im Alter mit einer gemeinsamen Kooperation jetzt bieten.
Magdeburg hat in der Thomas Müntzer Straße im Stadtteil Sudenburg jetzt einen Servicepunkt der ältere und pflegebedürftigen Menschen, mit Magdeburgern zusammenbringt, die Ihnen im Alltag aushelfen wollen. Wer Hilfe braucht, meldet sich hier und bekommt sie dann auch, sagte uns Yvonne Jahn, Geschäftsführerin der Gesellschaft für Prävention im Alter: "Die konkrete Unterstützung kann beim Einkaufen sein, Zeitung vorlesen, zum Arzt begleiten, spazieren gehen aber auch mal den Haushalt machen."
Also Hilfe dort, wo die klassischen Pflegedienste zeitlich an ihre Grenzen stoßen. Und wer genau hilft dann? Freiwillige – das sind dann die sogenannten Nachbarschaftshelfer. 560 gibt es bereits in Magdeburg, neue Helfer sind aber natürlich immer gern gesehen hat Yvonne erzählt: "Dazu ist eine Registrierung und eine Qualifikation als Nachbarschaftshelfer notwendig."
Die Anmeldung erfolgt direkt am Servicepunkt in Sudenburg und die Schulung ist kostenlos und dauert nur einen Tag. Wichtig ist, dass die Freiwilligen auch Lust mitbringen auch mal ein längeres Gespräch mit den älteren Leuten zu führen und einfach kontaktfreudig sind.
Solche Servicepunkte zur Nachbarschaftshilfe gibt es übrigens auch in anderen Orten in Sachsen-Anhalt – über 3.700 Helfer sind bei uns im Land registriert.