Magdeburg: Berufsfeuerwehr rettet Storchenküken

In Magdeburg musste die Berufsfeuerwehr diese Woche zu einem besonderen Einsatz ausrücken. Aus einem Nest in Pechau mussten drei Strochenküken gerettet werden, nachdem der Storchenvater gestorben war. Woran der Storch gestorben ist, ist unklar. Äußerlich verletzt war er jedenfalls nicht. Klar war aber, dass das Weibchen die Küken nicht allein aufziehen kann. Bei Storchen gibt es eine strenge Aufgabenverteilung: Einer besorgt das Futter, der andere schützt den Nachwuchs vor Fressfeinden. Allein ist das nicht möglich und die ersten Fressfeinde haben das Nest auch schon umkreist. Deswegen kam die Berufsfeuerwehr mit einer Drehleiter und hat die Küken aus dem Nest geholt und zum Storchenhof nach Loburg gebracht.

Am liebsten würden die Experten die etwa 3 Wochen jungen Störche in andere Nester setzen. Das hat in der Vergangenheit gut geklappt .Dafür müssen aber einige Bedingen erfüllt werden. Die anderen Küken müssten gleich alt und groß sein, sonst werden sie aus dem Nest geworfen und außerdem muss auch genug Platz im Nest sein. Dieses Jahr ist ein ganz gutes Jahr für den Storchennachwuchs – die Nester sind meist voll. Trotzdem werden die Augen weiter offen gehalten. Wenn sich nichts findet, werden die Küken in Loburg großgezogen. Wolfgang Grönwald, der Kreisbeauftragte für Störche in Magdeburg sagte uns, dass das Weibchen noch im Nest sitzt und es gut sein kann, dass die Storchenmutter hier auch bleibt, bis es wieder Richtung Süden geht. Vielleicht findet sie sich ja da wieder mit ihrem Nachwuchs zusammen.

 

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