
In Magdeburg ist ein 21-Jähriger festgenommen worden, weil er Anschlagspläne geäußert haben soll. Die Festnahme erfolgte bereits am Freitag, teilte das Innenministerium mit. Demnach könnte den Plänen eine islamistische Motivation zugrunde liegen. Durch das Einschreiten der Sicherheitsbehörden sollte ein möglicher Anschlag auf eine größere Menschenmenge verhindert werden. Nach Angaben des Innenministeriums war der Magdeburger Weihnachtsmarkt nicht Ziel der mutmaßlichen Planungen.
Der 21-Jährige aus Zentralasien war im Juni vergangenen Jahres legal mit einem Visum für Au-pair-Tätigkeiten nach Deutschland eingereist. Seit März verfügt er über eine Aufenthaltserlaubnis, da er eine Ausbildung zur Pflegefachkraft begonnen hat. Nach Angaben der Behörden soll der Mann über eine militärische Ausbildung verfügen und sich zuletzt für Waffen sowie Schießtraining interessiert haben. Polizeilich war er zuvor nicht in Erscheinung getreten.
Der 21-Jährige befindet sich weiterhin in Gewahrsam. Das Innenministerium von Sachsen-Anhalt bereitet derzeit eine Abschiebeanordnung gegen den Mann vor. Eine solche Anordnung kann erlassen werden, wenn von einem Ausländer eine terroristische Gefahr oder eine besondere Gefahr für Deutschland ausgeht. Zum genauen Herkunftsland des Mannes machte das Innenministerium keine Angaben, um die geplante Abschiebung nicht zu gefährden.