Leichenpräparator Gunther von Hagens

Leichenpräparator Gunther von Hagens gestorben

Berühmt durch seine "Körperwelten"-Ausstellungen

Mit den "Körperwelten" wurde er berühmt und galt als Erfimder der Plastination. Gunther von Hagens polarisierte in seinm Leben. Am Freitag, 24. Juli 2026, starb er 81-jährig im Keise seiner Famlie.

Der Tod war der ständige Begleiter des Leichenplastinators Gunther von Hagens. Durch seine Parkinson-Erkrankung rückte das Thema auch an ihn persönlich näher heran. Als er 2008 die Diagnose bekam, gab er sich selbst noch fünf Jahre Lebenszeit. "Jetzt bin ich mutiger. Mein Vater ist mit 98 noch sehr vital, er ist mein Vorbild. Wenn ich gut bin, halte ich bis 90 durch."

"Körperwelten" polarisierten

Die moralische Debatte über seine Arbeit gehörte ebenso zum Leben von Gunther von Hagens wie die Faszination von Millionen Menschen für seine Exponate. Von Hagens entwickelte die Plastinationstechnik in den 1970er Jahren in Heidelberg, wo er 1993 das Institut für Plastination gründete. Seine «Körperwelten» verstand er als Anatomieausstellung.

Plastinator Gunther von Hagens und eines seiner Ganzkörperplastinate
Plastinator Gunther von Hagens und eines seiner Ganzkörperplastinate

Arbeit mit dem Tod veränderte seinen Blick auf das Leben

Die Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit des Menschen hatte einen prägenden Einfluss auf sein Leben, wie der Mediziner im Januar 2025 sagte. «Je älter ich werde, umso mehr empfinde ich das Leben als große Ausnahme und den Tod als das Normale. Letztlich ist es die Vergänglichkeit, die dem Leben überhaupt Bedeutung verleiht», war von Hagens überzeugt.

Wegen seiner Krankheit hatte er sich zuletzt weitestgehend aus dem Geschäft zurückgezogen. Von Hagens Frau Angelina Whalley fungierte schon seit längerem als seine Übersetzerin, da sein Sprachzentrum durch die Krankheit stark beeinträchtigt war. Er war seit Jahren kaum noch zu verstehen. Sein Sohn Rurik und seine Frau führen seine Arbeit fort. «Ich bin glücklich und stolz, meine Lebensarbeit in so guten Händen zu wissen», sagte er.

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