
In der Glücksburger Heide bei Jessen im Landkreis Wittenberg waren in den vergangenen Wochen besondere Maschinen für die Heidepflege im Einsatz. Das Gebiet ist ein ehemaliger Truppenübungsplatz – deshalb müssen die Verantwortlichen dort besonders vorsichtig arbeiten. Früher nutzte das Militär das Areal als Bombenabwurfgebiet und Panzerübungsplatz. Noch heute liegt an vielen Stellen scharfe Munition im Boden. Deshalb kamen zwei gepanzerte Spezialfahrzeuge zum Einsatz. Die Teams steuerten die Fahrzeuge aus sicherer Entfernung per Funk – mit einem Joystick, ähnlich wie bei einem Videospiel. Das funktioniert dank Kameras, GPS-Signalen und einer Drohne. Die Maschinen schnitten Büsche und junge Bäume zurück und kürzten die Heidepflanzen. Jetzt im Frühling übernimmt eine Schaf- und Ziegenherde die Heidepflege. Die Tiere sollen im Süden weiden und dafür sorgen, dass die Heide wieder neu austreibt.