
Damit Feuerwehrleute im Ernstfall Leben retten können, brauchen sie eine gute Ausbildung. Das Land Sachsen-Anhalt investiert deshalb rund 70 Millionen Euro in das Institut für Brand- und Katastrophenschutz (IBK) in Heyrothsberge. Geplant sind moderne Übungsanlagen und neue Gebäude.
Wenn die Feuerwehr ausrückt, zählt oft jede Sekunde. Damit im Einsatz jeder Handgriff sitzt, müssen Feuerwehrleute und Einsatzkräfte regelmäßig unter möglichst realistischen Bedingungen trainieren. Genau dafür ist das Institut für Brand- und Katastrophenschutz in Heyrothsberge die wichtigste Ausbildungsstätte in Sachsen-Anhalt.
Jetzt wird die Einrichtung umfassend modernisiert. Rund 70 Millionen Euro aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität fließen in den Ausbau des Geländes. Ziel ist es, das Institut zu einer der modernsten Ausbildungseinrichtungen Deutschlands zu machen.
Geplant ist unter anderem eine neue Brandsimulationsanlage. Dort können Feuerwehrleute künftig mit echtem Feuer, Rauch und Hitze für den Ernstfall trainieren. Außerdem entstehen ein neues Kaltübungshaus, moderne Schulungsräume, Unterkünfte und Lagerflächen für Ausrüstung.
IBK-Direktor Andreas Rößler begrüßt die Investition. Im radio SAW-Interview sagte er:
„Jetzt kann man tatsächlich im großen Stil planen und bauen. Wir können jetzt anfangen und Dinge bewegen. Denn wenn unsere Feuerwehrleute wissen, was sie tun, können sie auch besser helfen.“
Ohne die zusätzlichen Mittel wären viele der geplanten Bauprojekte nach seinen Worten nur Schritt für Schritt über viele Jahrzehnte umgesetzt worden.
Die Modernisierung hat bereits begonnen. Noch in diesem Jahr soll die neue Sportanlage fertig werden. Sie wird künftig unter anderem für das Sportabzeichen der Berufsfeuerwehr genutzt. In den kommenden Jahren folgen dann die weiteren Bauprojekte, die die Ausbildung von Feuerwehr und Katastrophenschutz in Sachsen-Anhalt deutlich verbessern sollen.