Sven Schulze

Harzgerode: Doch noch Hoffnung für insolventen Automobilzulieferer Bohai

Doch noch Hoffnung für den Automobilzulieferer Bohai im Harz. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze hat das Thema zur Chefsache gemacht, nachdem der Hauptauftraggeber VW seinen Rückzug angekündigt hat. Das wäre der Todesstoß für das insolvente Unternehmen gewesen. Dienstag hat Schulze deswegen den VW-Vorstand zum Gespräch in die Staatskanzlei geladen. Schulze sagte radio SAW dazu direkt im Anschluss: „Das Gespräch verlief sehr positiv. Es gibt zum einen großes Interesse, dass der Standort erhalten bleibt. Zum anderen aber auch die Situation, dass es bisher keinen wirklichen Investor gibt. Wir wollen den Investorenprozess jetzt nochmal gemeinsam neu starten.“ Gleichzeitig müsse man jetzt kurzfristig auch neue Projekte außerhalb der Automobilindustrie für den Standort in Harzgerode finden. "Wir werden unter meiner Leitung eine Arbeitsgruppe gründen. An der ist auch VW beteiligt, der Insolvenzverwalter, die Stadt Harzgerode und der Landkreis. Wir sind noch nicht am Ende. Das ist ganz wichtig!“ , so Schulze. 

Harzgerodes Bürgermeister Marcus Weise konnte die Neuigkeiten am Abend kaum glauben. "Die Nachrichten aus der Staatskanzlei sind für uns in Harzgerode wie ein kleines Wunder. Wir sollten aber nicht zu euphorisch sein , jetzt geht es um die nächsten Schritte. Wir müssen uns zukunftsfähig aufstellen. Da steht in den kommenden Wochen und Monaten eine menge Arbeit vor uns. Aber heute dürfen wir uns einfach mal freuen. Mein großer Dank geht an Sven Schulze und VW." Schulze will in den kommenden Tagen den Standort in Harzgerode besuchen und mit den Mitarbeitern sprechen.

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