
Ob der Wal vor der Insel Poel gerettet werden kann – das steht noch nicht ganz fest. Im Harz waren Tierschützer dagegen schon erfolgreich. Sie haben die Kuh Arielle gerettet. Sie sollte in eine Mastanlage bei Harzgerode. Sollte hier also gefüttert werden, bis sie bereit zum Schlachten ist. Darauf hatte Arielle aber so gar keine Lust und ist kurzerhand abgehauen. Das war so um den Jahreswechsel herum. 4 Monate hat sie sich dann allein durch den Harz geschlagen und ist jedem Fangversuch ausgewichen. Erst kurz nach Ostern konnten sie drei Westernreiter einfangen.
Daraufhin ging es für sie wieder in eine Mastanlage. Aber ihre Geschichte ging vielen Menschen in der Region so ans Herz, dass der Verein Fellnothilfe sie dem Mastbetrieb schließlich dank Spenden abgekauft hat. Der Verein kümmert sich eigentlich eher um Katzen, hat sich dann aber trotzdem umgehört, wo man Arielle am besten unterbringen kann. Fündig geworden sind sie in Sachsen.
Im Erzgebirge gibt es den Lebenshof "Muh-rielle". Der hat sich auf ausgediente, missbrauchte oder verwahrloste Rinder spezialisiert . Auf dem Hof verbringen 113 Rinder friedlich ihren Lebensabend und können hier bis zu 25 Jahre werden. In Mastbetrieben dagegen, je nach dem wofür sie gehalten werden, maximal 6 Jahre. Dem Schicksal entgeht Arielle jetzt zum Glück. Am Wochenende ist sie beim Lebenshof angekommen und lebt sich jetzt ein.