Bunte Pillen, weißes kristallines Pulver, eine selbst gerollte Tüte mit Gras und ein Plastikbeutelchen mit getrocknetem Marihuana liegen auf einem Tisch

Halle: Drogenlabor ausgehoben

In Halle haben Spezialkräfte der Polizei ein Drogenlabor entdeckt und ausgehoben. In einem Garagenkomplex am Denkmalsplatz im Stadtteil Trotha haben die Beamten kiloweise synthetische Cannabinoide im Verkaufswert von 6 Millionen Euro sichergestellt. Diese Designerdroge gilt als extrem gefährlich. Ein 27-jähriger deutscher Staatsbürger steht im Zentrum der Ermittlungen, er ist in Polizeigewahrsam.

Synthetische Cannabinoide sind künstlich hergestellte Substanzen, die ähnlich wie das natürliche THC aus der Cannabispflanze wirken - allerdings meist deutlich stärker. Der Konsum löst unter anderem Euphorie, Angstzustände, Paranoia, Halluzinationen und Wahrnehmungsstörungen aus. Häufige Nebenwirkungen sind Herzrasen, Bluthochdruck, Muskelzittern und Krampfanfälle. Viele der Substanzen bergen ein hohes Risiko für Abhängigkeit und starke Entzugserscheinungen. Es wurden Todesfälle durch Überdosierung oder Verunreinigungen dokumentiert. 

 

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