
Die AIDS-Hilfe Halle/Sachsen-Anhalt Süd feiert in diesem Jahr ihr 35-jähriges Bestehen – ein Jubiläum, das zeigt, wie wertvoll und notwendig kontinuierliche Aufklärungsarbeit ist. Seit 1990 steht der Verein Betroffenen und Angehörigen zur Seite, klärt über HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten auf und kämpft gegen Diskriminierung und Stigmatisierung.
Bei der Jubiläumsfeier würdigte Staatssekretär Wolfgang Beck den jahrzehntelangen Einsatz des Vereins:
Das Land Sachsen-Anhalt fördert die Präventionsarbeit der beiden Aidshilfen seit Jahren institutionell. Für die Jahre 2025 und 2026 stellt das Land über eine Million Euro zur Verfügung. Die Förderung unterstreicht, wie wichtig die Arbeit der Aidshilfen für den öffentlichen Gesundheits- und Sozialbereich ist.
Als die AIDS-Hilfe Halle 1990 gegründet wurde, war das Wissen über HIV gering, die Angst groß und die Betroffenen oft ausgegrenzt. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich der Verein zu einer modernen Agentur für sexuelle Gesundheit entwickelt – mit professioneller Beratung, Testangeboten und Präventionsprojekten in Schulen, Einrichtungen und der breiten Öffentlichkeit.
Trotz medizinischer Fortschritte – HIV ist heute gut behandelbar – erleben viele Betroffene weiterhin Diskriminierung im Alltag. Beck betonte daher:
In Sachsen-Anhalt lebten laut Robert Koch-Institut Ende 2023 rund 770 Menschen mit HIV, 2024 kamen schätzungsweise 85 Neuinfektionen hinzu. Eine frühzeitige Therapie verhindert in der Regel den Ausbruch von AIDS und ermöglicht eine normale Lebenserwartung bei guter Lebensqualität – entscheidend sind Aufklärung, Beratung und regelmäßige Tests.