
Stöckchen für Stöckchen hatten sich Elbebiber zwischen Grünthal und Grabow im Jerichower Land einen Damm gebaut. Das angestaute Wasser hat den Eingang ihrer Biberburg vor Raubtieren geschützt. Nun fließt es wieder.
Unbekannte hatten den Biberdamm direkt östlich der Ihlebrücke am vergangenen Freitag zerstört. Der Landkreis will nun herausfinden, wer dafür verantwortlich ist und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.
Sachdienliche Hinweise, die zu einem Verursacher führen, können telefonisch der unteren Naturschutzbehörde unter 03921 949-7000 oder per Mail an naturschutz@lkjl.de gemeldet werden.
Die Kreisverwaltung weist ausdrücklich darauf hin, dass Eingriffe in die geschützten Lebensstätten der Biber grundsätzlich verboten sind und strafrechtlich verfolgt werden. Besonders Dämme sind essentiell für das Überleben der streng geschützten Biber, da damit das Wasser gestaut und der Eingang des Biberbaus unter Wasser gesetzt wird. Mittels dieser Maßnahme sind sie vor Raubtieren geschützt. Da aktuell die Aufzucht der Jungtiere erfolgt, ist nach der Zerstörung des Dammes mit einer deutlich niedrigeren Überlebenschance des Nachwuchses zu rechnen.