
Welche Nutzpflanzen können auch bei Hitze und Trockenheit noch wachsen und gute Erträge liefern? Mit dieser Frage beschäftigt sich künftig ein neues Forschungsgewächshaus am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben im Salzlandkreis.
In der neuen Anlage können Wissenschaftler unterschiedliche Umweltbedingungen gezielt nachstellen. Temperatur, Licht, Luftfeuchtigkeit und CO₂-Gehalt lassen sich dabei exakt steuern. So können die Forscher untersuchen, wie verschiedene Nutzpflanzen auf zunehmenden Klimastress reagieren.
Dabei geht es nicht nur darum herauszufinden, welche Pflanzen mit Hitze und Trockenheit besonders gut zurechtkommen. Die Wissenschaftler wollen auch untersuchen, welche Gene dafür verantwortlich sind. Die Erkenntnisse könnten langfristig dabei helfen, Pflanzen zu entwickeln beziehungsweise zu züchten, die besser an die Folgen des Klimawandels angepasst sind.
Die bisherigen Gewächshäuser des Instituts sind technisch veraltet und sollen durch die neue Anlage ersetzt werden. Für das Forschungsprojekt stellt das Land Sachsen-Anhalt 22,5 Millionen Euro zur Verfügung.
Bis Ende 2029 soll das neue Forschungsgewächshaus fertiggestellt sein. Damit entsteht in Gatersleben eine moderne Forschungsumgebung, die wichtige Erkenntnisse für die Landwirtschaft der Zukunft liefern soll.