Schaupielerin Brigitte Bardot

Französische Filmlegende Brigitte Bardot ist tot

Leinwanddiva, Sexsymbol, Tierschützerin und streitbare Person

Ihren Namen und ihr Gesicht kannte in den 60ern wohl ein jeder, mit ihrem Sex-Appeal wurde sie über Nacht zum Star: Brigitte Bardot. Im Alter von 91 Jahren ist die Leinwanddiva nun gestorben.

"Die Fondation Brigitte Bardot gibt mit großer Trauer den Tod ihrer Gründerin und Präsidentin, Brigitte Bardot, bekannt.", hieß es in einer Mitteilung der Fondation Brigitte Bardot. Die Todesursache wurde zunächst nicht bekanntgegeben.

Ihren internationalen Durchbruch als Schauspielerin schaffte Bardot mit "Und immer lockt das Weib". Darin spielt Bardot ein 18-jähriges Waisenkind, das den Männern den Kopf verdreht. In dem Film von Roger Vadim, der Mitte der 1950er Jahre gedreht wurde, ging sie an die Grenze dessen, was damals vor der Kamera an Sexualität erlaubt war.

Rückzug vom Film

Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere in den Jahren 1973/74 verabschiedete sich Bardot von der Welt des Films. Sie war des Starrummels müde. "Ich hasse die Menschen. Mein Gleichgewicht finde ich in der Natur, in der Gesellschaft von Tieren", erklärte sie.

Der französische Präsident Emmanuel Macron würdigte Bardot als "eine Legende des Jahrhunderts". Sie verkörperte ein Leben in Freiheit, schrieb Macron auf der Plattform X. "Französische Existenz, universeller Glanz. Sie hat uns berührt", hieß es in dem Beitrag. Er erinnerte unter anderem an ihre Filme, ihre Stimme, ihren Ruhm und ihre großzügige Leidenschaft für Tiere.

Radikalisierung

Im Jahr 1992 heiratete sie einen Freund und Berater von Jean-Marie Le Pen, dem Gründer der Partei der extremen Rechten Front National (heute: RN, Rassemblement National). Der derzeitige Chef des RN, Jordan Bardella, bezeichnete sie als "leidenschaftliche Patriotin". Sie verkörpere eine bestimmte Vorstellung von Mut und Freiheit, schrieb er auf X. Auch Marine Le Pen drückte ihr Bedauern aus. "Sie war unglaublich französisch: frei, unbezwingbar, ganz und gar sie selbst. Wir werden sie sehr vermissen", teilte sie in einem Beitrag auf X mit.

Aus ihren rechtsextremen Positionen machte Bardot kein Geheimnis. In den letzten Lebensjahren sorgte sie vor allem wegen menschenfeindlicher Äußerungen und Publikationen gegen Schwule, Frankreichs Linke, Obdachlose oder illegale Einwanderer für Schlagzeilen.

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