
Der deutsche Handball trauert um den langjährigen Spitzenschiedsrichter Marcus Helbig. Der gebürtige Hallenser starb am 10. September in seiner Heimatstadt nach einer schweren Krankheit. Helbig hinterlässt zwei Söhne und seine Lebensgefährtin.
Helbig zu Gedenken werden "die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter, die Delegierten und Coaches sowie die Zeitnehmer und Sekretäre des Deutschen Handballbundes" Trauerflor tragen. Das gab der DHB bekannt. "Dies betrifft alle Bundesligaspiele der 1. und 2. Liga der Frauen und Männer"
Von 1993 bis 2021 hatten Helbig und sein Referee-Partner Lars Geipel über 600 Spiele für den Deutschen Handballbund geleitet. Hinzu kommen mehr als 250 Einsätze auf internationalem Parkett, darunter Spielleitungen bei den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio die Janeiro. Darüber hinaus pfiffen sie die Champions-League-Finals 2017 und 2019 in Köln und zahlreiche Partien bei Welt- und Europameisterschaften.
"Marcus war als Teampartner ein Teil meines Lebens. Ich habe bewundert, wie er seiner Krankheit lang getrotzt hat und stets Zuversicht ausgestrahlt hat. Dass er diesen Kampf verloren hat, tut mir im Herzen weh. Er wird sehr fehlen.", sagte Lars Geipel, der zusammen mit Helbig viermal zu Deutschlands Schiedsrichtern des Jahres gewählt wurde.