
UPDATE 29.01.2026: Es gibt neue Entwicklungen im Konflikt an der Pestalozzischule in Dessau. Drei Eltern hatten im vergangenen Jahr schwere Vorwürfe gegen eine pädagogische Mitarbeiterin erhoben. Das Landesschulamt konnte diese Vorwürfe nach Prüfung nicht bestätigen. In der vergangenen Woche kam es zu einem weiteren Gespräch.
Die Eltern werfen der pädagogischen Mitarbeiterin physische und psychische Übergriffe auf ihre Kinder vor. Die Kinder besuchen seit Monaten keinen Unterricht. Bei dem Gespräch ging es vor allem darum, wie sie schrittweise wieder in den Schulalltag zurückkehren können. Das Landesschulamt schlägt vor, die Rückkehr nach den Winterferien in Etappen zu gestalten und eine erwachsene Begleitperson einzusetzen. Die Eltern erklärten sich bereit, diesen Weg mitzugehen.
Kurz nach dem Treffen tauchten Tonaufnahmen aus dem Gespräch im Internet auf TikTok beim Influenzer "der_kinderschutzaktivist" auf, der auch schon vorher über den Fall berichtet hatte und die Eltern, deren Kinder zu der Schule gehen, aufforderte, sich mit ihm auszutauschen und ihn zu informieren. Das Landesschulamt hat Anzeige erstattet.
Bericht vom 16.01.2026: Ein Konflikt an der Pestalozzischule in Dessau spitzt sich zu. Gestern haben zwei Personen an der Förderschule Böller gezündet und im Internet kursieren Morddrohungen gegen eine Mitarbeiterin der Schule.
Bereits im vergangenen Jahr reichten drei Eltern Beschwerden gegen eine pädagogische Mitarbeiterin wegen physischer und psychischer Übergriffe auf Kinder ein. Das Landesschulamt in Halle prüfte die Vorwürfe, konnte jedoch keine ausreichenden Belege feststellen. Anfang der Woche führten Schulleitung, Elternvertretungen und das Landesschulamt ein Gespräch. Während andere Eltern die Vorwürfe zurückwiesen, erhielten die betroffenen Eltern Unterstützung aus dem Internet. Zwei Influencer kommentierten den Fall bei Social Media und riefen zu einer Demo auf. Unter den Beiträgen häufen sich Morddrohungen gegen die Mitarbeiterin. Das Landesschulamt will diese zur Anzeige zu bringen. Für die kommende Woche planen die Behörden ein weiteres Gespräch mit den betroffenen Elternhäusern.