Der Haupteingang des Städtischen Klinikum Dessau. Das Land stellt dem Klinikum rund 30 Millionen Euro zur Verfügung.

Dessau: Klinikum schließt Babyklappe

Das Städtische Klinikum Dessau schließt die Babyklappe zum 1. Juni - auch Babynest genannt. Das Angebot wurde in den vergangenen zehn Jahren nicht genutzt.

Trotzdem hat das Klinikum die Entscheidung mit Sorgfalt getroffen - die Babyklappe war lange eine niederschwellige Hilfe für Frauen in extremen Notsituationen.

Inzwischen gibt es aber Alternativen - keine Frau müsse ihr Kind alleine zur Welt bringen, so das Klinikum. Es bietet vertrauliche Geburten an. Damit haben die Kinder später auch die Möglichkeit, ihre Herkunft zu erfahren.

Wer hilft in Notsituationen?

Frauen in Krisensituationen können sich vertrauensvoll an eine Schwangerenkonfliktberatungsstelle wenden. Diese beraten und begleiten die Frauen und kümmern sich unter anderem auch um Voruntersuchungen und die Organisation der eigentlichen Geburt.

In Dessau-Roßlau sind für Frauen in Not das Diakonische Werk (0340 2605534), Der Paritätische (0340 2209855) und pro familia (034901 65030) wichtige Ansprechpartner. 

Das Angebot in Dessau-Roßlau wird durch die „Frühen Hilfen“ erweitert (Tel. 0340 2041282). Diese Unterstützung hat das Ziel, frühzeitig psychosoziale Belastungen zu erkennen und passende Hilfen anzubieten. Familienhebammen sowie Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen beraten vertraulich, führen Hausbesuche durch und stehen bei Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt und Elternschaft zur Seite.

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