Azubi E. Jafari und Mitarbeiterin C. Moye

Dessau: Erst testen, dann entscheiden

Langzeitpraktikum zum Reinschnuppern vor der Ausbildung

In weniger als zwei Monaten beginnt am 1. August 2023 das neue Ausbildungsjahr. 3.600 Jugendliche haben laut der Bundesagentur für Arbeit aber noch keine Lehrstelle gefunden, obwohl noch 5.800 Stellen unbesetzt sind.

Manche wissen vielleicht noch nicht was sie machen möchten oder haben Schwierigkeiten. Speziell für Menschen mit Beeinträchtigungen oder Migrationshintergrund gibt es seit 2012 das Langzeitpraktikum.

Vier bis zwölf Monate testet ihr ob die Ausbildung was für euch ist, etwa bei den Anhaltischen Elektromotorenwerken in Dessau. 

Dort hat die 29-jährige Ensiyeh aus dem Iran ein halbes Jahr reingeschnuppert (siehe Foto). Am Ende stimmten AEM und sie überein, dass die Ausbildung zur Industriekauffrau was für sie ist. Am 1. September 2023 gings los. Vom Langzeitpraktikum profitiert auch die Firma sagt Claudia Moye vom Personalwesen: "Für uns ist es ein guter Einstieg um zu schauen ob sie für die Ausbildung gemacht sind und sie langsam heranzuführen. Wenn eine Sprachbarriere da ist zu helfen damit es besser wird. Weil ums besser und einfacher ist dann der Einstieg in eine Berufsausbildung. Grade in der Theorie in der Berufsschule gibt es große Herausforderungen, wenn die Sprache einfach noch etwas schwierig ist."

Rund 200 Unternehmen bieten in Sachsen-Anhalt das Langzeitpraktikum an. Rund 60 Prozent der Praktikanten beginnen danach die Ausbildung. Die Praktikumsvergütung beträgt 260 Euro.   

radio SAW-Reporter Ben Otte hat mit Markus Behrens von der Bundesagentur für Arbeit über das Langzeitpraktikum gesprochen. Die Antworten von Behrens könnt ihr unter dem Artikel nachhören.

1. Wozu dient das Langzeitpraktikum?
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  • 1. Wozu dient das Langzeitpraktikum?
  • 2. Wann beginnt so ein LZP?
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