Das ändert sich

Das ändert sich im Dezember

Leichterer Widerruf beim Online-Shopping, Fernlenkung von Autos, Teurere Bahntickets

Testphase zur Fernlenkung von Fahrzeugen startet 

Ab dem 1. Dezember 2025 gibt es erstmals eine gesetzliche Grundlage für das Fernsteuern von Autos in Deutschland. In einer fünfjährigen Testphase dürfen ausgewählte Fahrzeuge aus Leitstellen bewegt werden – zum Beispiel, um Carsharing-Autos zur nächsten Nutzerin oder zum nächsten Nutzer zu fahren oder fahrerlose Taxis gezielt einzusetzen. Die Fernlenkung soll autonome Systeme unterstützen: Wenn ein Fahrzeug in einer schwierigen Situation nicht weiterkommt, kann ein geschulter Mensch aus der Distanz übernehmen. Die Bundesregierung möchte mit dem Projekt Erkenntnisse für künftige Mobilitätslösungen sammeln. Gleichzeitig betont sie, dass die Verkehrssicherheit auch bei neuen Technologien an erster Stelle steht.

Krankenkassen legen Zusatzbeiträge für 2026 fest

Im Dezember 2025 legen die gesetzlichen Krankenkassen ihre Zusatzbeiträge für das nächste Jahr fest – viele von ihnen dürften teurer werden. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag, der zuletzt bei rund 2,5 Prozent lag, soll auf 2,9 Prozent angehoben werden. Damit bleibt er auf ähnlichem Niveau, trotzdem warnen viele Krankenkassen vor weiteren Beitragserhöhungen. Ohne weitere politische Entlastungen könnten viele ihren Zusatzbeitrag anheben. Wichtig zu wissen: Erhöht eine Krankenkasse ihren Zusatzbeitrag, haben Mitglieder ein Sonderkündigungsrecht und können ohne Nachteile zu einer anderen Kasse wechseln. Der allgemeine Krankenkassenbeitrag bleibt stabil bei 14,6 Prozent und wird wie gewohnt zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer geteilt.

Nebenkostenabrechnung für 2024 fällig

Zum Jahresende läuft eine wichtige Frist für Mieter und Vermieter ab: Bis spätestens 31. Dezember 2025 muss die Nebenkostenabrechnung für das Jahr 2024 vorliegen. Vermieter müssen bis zu diesem Stichtag die Abrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024 zustellen. Wird die Frist aus eigenem Verschulden verpasst, hat das Folgen: Nachforderungen dürfen nicht mehr erhoben werden und Mieter können entsprechende Zahlungen rechtmäßig verweigern.

Rente: Neuberechnung und Ende der Barauszahlung

Ab dem 1. Dezember 2025 wird der Rentenzuschlag für Erwerbsminderungsrentner neu berechnet und direkt in die reguläre Rente integriert. Rund drei Millionen Menschen, die zwischen 2001 und 2018 erstmals eine Erwerbsminderungsrente erhalten haben, profitieren von der Umstellung. Der Zuschlag steigt künftig automatisch mit jeder Rentenanpassung. Durch die Integration kann es zu leichten Erhöhungen oder Nachzahlungen kommen. Der Zuschlag gilt ab Dezember als Einkommen und kann daher Auswirkungen auf Leistungen wie Bürgergeld oder Grundsicherung haben.

Außerdem stellt die Deutsche Bank – als Nachfolgerin der Postbank – die sogenannten Zahlungsanweisungen zur Verrechnung ein. Damit entfällt die letzte Möglichkeit, sich Renten im Inland bar auszahlen zu lassen. Die Deutsche Rentenversicherung hat alle Betroffenen bereits mehrfach schriftlich informiert, ein letztes Schreiben folgte im Oktober. Für Menschen ohne eigenes Konto gibt es zwei Lösungen: Jeder EU-Bürger kann ein Basiskonto eröffnen, das alle grundlegenden Zahlungsfunktionen bietet. Alternativ kann die Rente kostenlos auf das Konto einer Vertrauensperson überwiesen werden.

Neuer Widerrufsbutton beim Online-Shopping

Ab  19. Dezember wird das Widerrufen von Onlinekäufen deutlich unkomplizierter: Dann sind alle Händler verpflichtet, einen gut sichtbaren Widerrufsbutton auf ihrer Website einzubauen. Mit nur einem Klick könnt Ihr einen Vertrag künftig rechtssicher rückgängig machen – ohne lange nach E-Mail-Adressen oder versteckten Formularen suchen zu müssen. Für Online-Shops bedeutet die neue EU-Vorgabe, ihre Systeme rechtzeitig anzupassen.

Verlängerte Rückgabefristen für Weihnachtseinkäufe

Wer seine Geschenke früh shoppt, kann sich in diesem Jahr über verlängerte Rückgabefristen bei einigen Anbietern freuen. Bei Amazon zum Beispiel gilt für die meisten Artikel regulär eine 30-tägige Rückgabefrist. Ausgenommen sind allerdings Kategorien wie Kameras, Elektronik, PCs, Büroartikel, Software, Bücher oder Spielzeug – hier sind es normalerweise nur 14 Tage. Für Bestellungen zwischen dem 1. November und 25. Dezember gelten jedoch verlängerte Fristen: Produkte mit regulären 30 Tagen Rückgaberecht können diesmal bis 31. Januar, Artikel mit 14 Tagen Rückgaberecht bis 15. Januar zurückgegeben werden. Auch Mediamarkt und Saturn ziehen mit. Hier können Produkte, die zwischen dem 28. November und 16. Dezember gekauft wurden, bis zum 31. Dezember umgetauscht oder zurückgegeben werden.

Senderreform bei den Öffentlich-Rechtlichen

Mit dem neuen Rundfunkstaatsvertrag beginnt am 1. Dezember 2025 eine weitreichende Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Ziel der Neuausrichtung sind effizientere Strukturen, geringere Kosten und ein stärkerer Fokus auf digitale Angebote. Dazu werden mehrere TV- und Radiosender zusammengelegt oder eingestellt – die Zahl der Radioprogramme sinkt von bisher 70 auf 53. Betroffen sind unter anderem die TV-Spartenkanäle Phoenix, ZDFinfo, ARD-alpha und tagesschau24, deren Inhalte künftig gebündelt verbreitet werden. Auch KiKA und 3sat verlieren langfristig ihre klassische Senderstruktur und sollen stärker in digitale Plattformen übergehen. Insgesamt planen ARD, ZDF und Deutschlandradio, ihre Inhalte verstärkt online anzubieten. Der klassische Empfang über Kabel, Satellit oder UKW wird nach und nach reduziert. Trotz Kritik etwa von Kulturverbänden unterstützen die Länderchefs die Reform – auch, weil der Rundfunkbeitrag bis Ende 2026 stabil bei 18,36 Euro pro Monat bleiben soll.

Preisänderung bei Disney+

Der Streaming-Dienst Disney+ stellt ab Dezember 2025 seine Preismodelle auch für Bestandskundinnen und -Kunden um. Künftig kosten die Abos je nach Option zwischen 6,99 Euro im Monat (mit Werbung) und 15,99 Euro für das Premium-Abo. Wichtig: Nutzer:innen müssen der Preiserhöhung aktiv zustimmen oder ein anderes Abo-Modell auswählen. Wer bis etwa 19. oder 20. Dezember nicht reagiert riskiert, dass sein Konto automatisch gekündigt wird. Disney+ informiert derzeit per E-Mail über die neuen Tarife und die nötige Bestätigung.

Serien- und Film-Highlights

Im Dezember dürfen sich Film- und Serienfans auf einige echte Highlights freuen. Allen voran startet am 17. Dezember der dritte Avatar-Teil „Avatar: Fire and Ash" in den Kinos – James Cameron führt die epische Saga auf Pandora fort und setzt erneut Maßstäbe in Sachen Technik und visueller Weltgestaltung. Auf der Serienseite geht eine Ära zu Ende: Netflix veröffentlicht die finale Staffel von Stranger Things. Die Hawkins-Crew tritt ihr letztes, düsteres Kapitel an – gewohnt emotional, spektakulär und mit vielen Antworten auf offene Fragen. Auch Musikfans kommen auf ihre Kosten, denn der von Fans heiß erwartete Konzertfilm „The Eras Tour – The Final Show“ erscheint am 12. Dezember auf Disney+ und bringt das Mega-Event in voller Länge ins Wohnzimmer.

Bahn: Mehr Verbindungen – aber auch höhere Preise

Am 14. Dezember 2025 tritt bei der Deutschen Bahn der neue Winterfahrplan in Kraft. Für viele Reisende bedeutet das ein größeres Angebot auf wichtigen Fernverkehrsstrecken – allerdings auch steigende Preise. Die Bahn baut ihr ICE-Sprinter-Netz weiter aus. Zwischen Berlin und München soll künftig jede Stunde der schnelle ICE 3 unterwegs sein, der auch Halt in Halle und Erfurt macht. In Erfurt sollen auch zweistündlich passgenaue Anschlüsse nach Frankfurt (Main) und Wiesbaden sowie zum Frankfurter Flughafen entstehen. Zudem werden internationale Strecken zum Beispiel von Berlin nach Warschau oder nach Kopenhagen dichter bedient.

Doch auch die Preise werden höher: Die Flexpreise steigen um 5,9 Prozent und die BahnCard 100 wird 6,6 Prozent teurer. Unverändert bleiben dagegen BahnCard 25 und 50 sowie Super Sparpreis und Sparpreis. Ein Tipp für Sparfüchse: Wer noch vor dem 14. Dezember bucht, kann häufig zu den alten Preisen reisen – auch für Fahrten nach dem Fahrplanwechsel.

Flix erweitert Angebot

Auch der Bahn-Konkurrent Flix stellt ab 14. Dezember auf den Winterfahrplan um und erweitert sein Schienenangebot um rund 15 Prozent. Auf einigen Strecken profitieren Reisende von kürzeren Fahrtzeiten. Auch Halle, Erfurt und Frankfurt werden künftig direkt angebunden.

Sternschnuppen-Höhepunkt im Dezember

Der stärkste Sternschnuppenstrom des Jahres nähert sich: Die Geminiden sind vom 7. bis 17. Dezember 2025 am Himmel zu sehen. Ihren Höhepunkt erreichen sie in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember, wenn – bei klarem Himmel – bis zu 150 Meteore pro Stunde erwartet werden. Die beste Beobachtungszeit liegt zwischen 21 Uhr und 6 Uhr morgens. Wer einen dunklen Standort außerhalb der Stadt wählt, erhöht seine Chancen erheblich.

So kommt Eure Weihnachtspost rechtzeitig an

Wer möchte, dass Briefe und Pakete pünktlich zum Weihnachtsfest ankommen, sollte unbedingt die diesjährigen Versandfristen der Deutschen Post und DHL beachten. Innerhalb Deutschlands sollten Weihnachtsbriefe und -packete spätestens am 20. Dezember 2025 verschickt werden. Briefe mit Einschreiben können noch bis 22. Dezember aufgegeben werden. Für Sendungen ins Ausland gelten frühere Stichtage: Bis 12. Dezember sollten Briefe in europäische Länder gehen, für Ziele außerhalb Europas ist schon der 5. Dezember die letzte Chance. Auch für DHL-Päckchen und Pakete gelten feste Fristen: 20. Dezember innerhalb Deutschlands, 15. Dezember für Nachbarländer, 11. Dezember für den restlichen europäischen Raum und 26. November für weltweite Sendungen. Wer ganz spät dran ist, kann innerhalb Deutschlands noch bis 22. Dezember DHL Express nutzen – europaweit ebenfalls bis zum 22. Dezember.

 

 

 

 

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