Ansicht eines Chemiewerkes mit Rohren und Crackern

Chemiepark Leuna: Aus für Leuna Polyamid

Im Chemiepark Leuna steht ein wichtiger Einschnitt bevor: Die Anlagen der insolventen Leuna Polyamid GmbH sollen kontrolliert heruntergefahren werden. Einen neuen Investor hat das Unternehmen nicht gefunden.

Das Landesverwaltungsamt hat deshalb einen sicheren und geordneten Betriebsstopp angeordnet. Einfach den Strom abstellen und fertig – das geht hier allerdings nicht.

In den Anlagen werden unter anderem Kunststoffe und Dünger hergestellt. Außerdem lagert dort Ammoniak. Ein plötzliches Abschalten könnte deshalb gefährlich werden.

Herunterfahren dauert mehrere Tage

Der Betreiber muss jetzt genau planen, wie die Anlagen sicher außer Betrieb gehen. Dafür müssen auch ausreichend Personal und die nötige Technik bereitstehen. Das Landesverwaltungsamt will den gesamten Prozess eng begleiten.

Schon nach der vorherigen Insolvenz hatte das Land einen Notbetrieb finanziert, um Gefahren am Standort zu verhindern. Dafür flossen rund 79,5 Millionen Euro.

Jetzt soll das kontrollierte Herunterfahren der Anlagen etwa 15 bis 20 Tage dauern.

Wie es danach mit dem Standort und den Anlagen weitergeht, ist derzeit offen.

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