Burgenlandkreis freut sich über 18 neue Gemeinde-Notfallsanitäter

Ab Juli auch in Naumburg und Weißenfels im Dienst

18 weitere Gemeinde-Notfallsanitäter, kurz GNS, sind ab 1. Juli 2024 im Burgendlandkreis unterwegs. Damit stockt die erste Kommune in Sachsen-Anhalt das Pilotprojekt auf.
Wie das Landratsamt auf Nachfrage von radio SAW mitteilte, nehmen neun GNS in Naumburg und neun in Weißenfels ihren Dienst auf.

Pilotprojekt in Elsteraue spart bereits überflüssige RTW-Fahrten ein

Grund sei demnach die positive Entwicklung des Pilotprojekts in der Gemeinde Elsteraue. Dort rücken seit 1. Juli 2023 acht GNS aus. Nun will der Kreis auch in Naumburg und Weißenfels überflüssige RTW-Fahrten einsparen. Das neue Gemeindenotfall-Sanitäterprojekt läuft vorerst bis Ende 2026. 
Bislang gab es für die Gemeindenotfallsanitäter in Elsteraue fast 500 Einsätze. Sie behandeln ambulant kleine Notfälle, wenn es den Rettungswagen nicht braucht. Im Schnitt sind sie nach 12 Minuten und 32 Sekunden am Einsatzort. Zwischen 30 und 50 Prozent der Patienten können zu Hause behandelt werden und werden somit nicht in die Kliniken verbracht. Eine genaue Auswertung mit den Kliniken hierzu steht noch aus.

Auch in und um Gräfenhainichen im Kreis Wittenberg sind seit einem guten Jahr fünf Gemeindenotfallsanitäter im Dienst. Dort bleibt die Anzahl vorerst gleich groß. Das Team ist bislang knapp 400 Mal ausgerückt, unter anderem auch nach Kemberg und Oranienbaum. Die durchschnittliche Anfahrtszeit beträgt 6:12 Minuten. Wie in der Gemeinde Elsteraue läuft das Gemeindenotfall-Sanitäterprojekt auch im Kreis Wittenberg noch ein Jahr. Dann soll das Projekt ausgewertet werden. Sollte sich der GNS bewähren, könnte dieser nach der Experimentierphase als zulässiges Rettungsmittel in das Rettungsdienstgesetz einfließen.

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