
Wie gut sind die Menschen in Deutschland vorbereitet, um bei Überschwemmungen, Waldbränden und anderen Katastrophen richtig zu handeln? Ein wichtiger Faktor ist eine rasche Warnung vor Gefahren.
Ein Probealarm hat es am bundesweiten Warntag in ganz Deutschland Handys laut piepsen und mancherorts auch Sirenen schrillen lassen. Ausgelöst wurde die Warnung um 11.00 Uhr vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn. Die Probewarnung wird über das Modulare Warnsystem des Bundes, kurz MoWaS, verschickt. Darüber werden die angeschlossenen Warnkanäle und Warnmultiplikatoren wie Radio- und Fernsehsender, Warn-Apps und digitale Anzeigetafeln erreicht. Bürgerinnen und Bürger erhalten unter anderem über das Cell Broadcast System auf ihren Mobiltelefonen eine Warn-Botschaft.
Doch nicht alle Handys und Smartphones können Cell-Broadcast-Nachrichten empfangen. Die Liste gibt es auf www.bbk.bund.de
Verbreitet wird der Alarm, , den es zu Testzwecken alljährlich am zweiten Donnerstag im September gibt, auch über Radio- und Fernsehsender, Internetseiten, Social-Media-Kanäle und digitale Stadtinformationstafeln. Je nach Kommune können außerdem Sirenen, Lautsprecherwagen und weitere lokale Warnmittel zum Einsatz kommen. Auch Informationssysteme der Deutschen Bahn können Warnungen anzeigen. Zur Entwarnung wird gegen 11:45 Uhr ein zweites Signal geschickt.
Wer Warn-Apps wie Nina oder Katwarn auf seinem Smartphone installiert hat, erhält auch auf diesem Weg einen Hinweis auf die Probewarnung.
Helft mit, die Alarmierungsketten zu verbessern und gebt Euer Feedback: Über welche Kanäle seid Ihr am Warntag gewarnt worden? Tragt einfach Eure Erfahrungen in das Online-Formular ein. Dieses findet Ihr auf www.warntag-umfrage.de
Die Ergebnisse der Umfrage dienen der Vorbereitung des nächsten Warntages 2027.
Der Digitalradio Deutschland e.V. und seine Mitglieder engagieren sich aktiv für das innovative Warnsystem „Automatic Safety Alert“ (ASA), das über die DAB+ Infrastruktur verbreitet wird. Das bundesweite Deutschlandradio (Deutschlandfunk) steht vor der Einführungsphase zum Regelbetrieb von ASA. ARD und Privatradios werden folgen. ASA soll am Warntag wieder getestet werden. Details dazu finden Sie auch unter www.dabplus.de/asa.
Auch radio SAW hat ein ASA-kompatibles Radiogerät im Funkhaus in Magdeburg stehen und wird die ASA-Funktionalität am Warntag unmittelbar erproben.
Mit dem ASA-System wird die Alarmierung über Digitalradio DAB+ im Vergleich zur bekannten UKW-Durchsage via Rundfunk grundlegend verbessert:
ASA basiert auf einem international normierten Verfahren und kann flexibel weiterentwickelt werden – auch für künftige Warnszenarien. ASA über DAB+ ergänzt den sogenannten „Warnmix“ und ist vergleichbar mit Cell Broadcast, wobei, wie erwähnt, Digitalradio auch ohne Mobilfunk funktioniert.

Mit dem Warntag soll sichergestellt werden, dass Warnmeldungen richtig verstanden werden, um dann auch richtig handeln zu können. Er dient aber auch dazu, die vorhandenen technischen Systeme flächendeckend zu testen. Im Ernstfall können auch die Menschen selbst dazu beitragen, dass Warnungen möglichst viele erreichen: Informiert Familie, Freunde, Nachbarn oder Arbeitskollegen, die eine Warnung möglicherweise noch nicht mitbekommen haben.
In der gesamten Bundesrepublik sollen an diesem Tagsämtliche Warnanlagen, Sirenen, Meldesysteme etc.durchgeprobt werden. Pünktlich um 11:00 Uhr werden dann zum Beispiel zeitgleich in Landkreisen und Kommunen in allen Ländern dieSirenenausgelöst.
Infomationen zum Warntag gibt es auf der Seite www.bundesweiter-warntag.de
Gewarnt werden soll die Bevölkerung vor:
Detaillierte Informationen dazu findet Ihr hier.
Warnmittel: