
Eine große internationale Studie hat einen überraschenden Zusammenhang zwischen Blutgruppen und Schlaganfallrisiko entdeckt. Besonders Menschen mit der Blutgruppe A – genauer mit der Untergruppe A1 – haben demnach ein etwas höheres Risiko, schon vor dem 60. Lebensjahr einen Schlaganfall zu erleiden. Im Vergleich dazu haben Menschen mit Blutgruppe O1 ein leicht geringeres Risiko.
Die Forschenden betonen jedoch: Das Risiko steigt nur geringfügig, sodass es keinen Grund gibt, sich extra untersuchen oder besonders zu sorgen. Vermutet wird, dass Blutgerinnung und Gefäßprozesse eine Rolle spielen.
Interessant ist auch: Der Zusammenhang zeigt sich vor allem bei Schlaganfällen in jüngeren Jahren. Bei älteren Betroffenen spielt die Blutgruppe keine nennenswerte Rolle mehr. Zudem wurden Unterschiede bei Blutgruppe B festgestellt – hier lag das Schlaganfallrisiko ebenfalls leicht höher.
Die Ergebnisse zeigen, dass genetische Faktoren wie Blutgruppe unser Risiko beeinflussen können, sie ersetzen aber nicht die bekannten Hauptursachen wie Bluthochdruck, Rauchen oder Übergewicht.