Bernburg: Salzlandkreis fordert Geld von Ameos ein

Der Salzlandkreis wird den Klinikbetreiber Ameos erneut zur Zahlung der ausstehenden zweiten Rate für die Salzlandkliniken auffordern. Landrat Markus Bauer hat diesen Entschluss gestern Abend in einer Sondersitzung des Kreistages bekanntgegeben.

„Unsere Ansprüche auf die zweite Kaufpreisrate zuzüglich Zinsen wurden in allen Instanzen vor Gerichten bestätigt. Wir werden auf dieser Grundlage Ameos erneut auffordern, die Summe vollständig an den Salzlandkreis zu zahlen“, so Bauer. 

Die Kliniken in Aschersleben, Bernburg, Schönebeck und Staßfurt sind im Jahr 2012 an Ameos gegangen. Damals hatte Ameos einen Großteil des Kaufpreises gezahlt, die Rate lag bei 26 Millionen Euro. Doch eine zweite Rate war vom Jahresergebnis der Kliniken im Jahr 2011 abhängig gemacht worden – weil der Konzern und der Landkreis unterschiedliche Auffassungen zur Höhe des Ergebnisses hatten, kam es zu einem jahrelangen Rechtsstreit.

Das Oberlandesgericht Naumburg wies im Januar 2025 eine von Ameos eingelegte Berufung zurück. Der Bundesgerichtshof wies zuletzt die Beschwerde des Konzerns gegen die Nichtzulassung der Revision im August 2025 zurück und entschied damit, dass dem Salzlandkreis eine zweite Rate in Höhe von 3,8 Millionen Euro zusteht.

Oben drauf kommen noch Verzugszinsen. Insgesamt ist der Klinikbetreiber dem Landkreis derzeit rund 6,2 Millionen Euro schuldig. 

Landrat Markus Bauer betont die Bedeutung einer nachhaltigen stationären Gesundheitsversorgung im Salzlandkreis. Gleichzeitig sei die Kreisverwaltung rechtlich verpflichtet, die noch offene Rate vollständig einzufordern. 

 

 

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