
Endlich wieder eine gute und sichere medizinische Versorgung in der Region um Ballenstedt im Harz. Dafür wollen die Stadt und die Evangelische Stiftung Neinstedt sorgen und bauen die ehemalige Lungenklinik zu einem Diakoniezentrum um.
Ein Teil des Gebäudes wird von der Stadt zum ersten kommunalen medizinischen Versorgungszentrum Sachsen-Anhalts eingerichtet – sagte uns Bürgermeister Michael Knoppik.
„Wir haben, seitdem die Lungenklinik nicht mehr da ist gemerkt, wie viele Wege gerade ältere Menschen jetzt auf sich nehmen müssen. Sowas möchten wir in Zukunft verhindern und eine abgesicherte Grundversorgung haben. Und damit meine ich nicht nur Zahnärzte und Allgemeinmediziner, sondern auch Spezialärzte.“
Das MVZ startet Stand jetzt mit 6 Ärzten.
Währenddessen plant die Evangelische Stiftung Neinstedt mit gleich mehreren Projekten am Haus, sagte uns Vorstand Ronny Rösler.
"Wir wollen ein Hospiz eröffnen. Außerdem werden Angebote für seniorengerechtes Wohnen entstehen, eine Tagesförderstätte für Menschen mit Behinderung, Büros. Wir werden die Küche reaktivieren und ein Bistro entstehen lassen. Also alles was der Region und Ballenstedt zu Gute kommt um einen Ort der Begegnung und der medizinischen Versorgung zu haben."
Ende 2026 sollen die Umbauarbeiten abgeschlossen sein, damit Anfang 2027 der Betrieb starten kann.
10 Millionen Euro sind dafür eingeplant – das Land fördert das Projekt mit 6,5 Millionen Euro.