
Wenn die Polizei im Einsatz ist, sind oft auch sie dabei: Diensthunde, die Menschen suchen oder Gefahren aufspüren. Doch wie wird ein Hund eigentlich zum Polizeihund? Im Landkreis Wittenberg, in Bad Schmiedeberg, gibt es dafür eine eigene Diensthundeführerschule der Polizei. Unsere SAW-Reporterin Lena Vieregge hat sich das mal angeschaut.
Hier werden alle Polizeihunde in Sachsen-Anhalt ausgebildet – teilweise sogar Hunde aus anderen Bundesländern. In unserer Landespolizei gibt es über 80 Diensthunde. Viele davon sind Schäferhunde, aber nicht alle. Gerda zum Beispiel ist ein schwarzer Labradorwelpe und aktuell das jüngste Mitglied der Landespolizei. Sie wird gerade spielerisch auf ihre spätere Ausbildung vorbereitet. Denn mit rund einem Jahr starten die Hunde in der Regel mit einer zwölfwöchigen Grundausbildung zum Schutzhund. Danach folgt die Spezialisierung – zum Beispiel als Sprengstoff-, Leichen- oder Personenspürhund. Gerda wird gezielt zur Personensuche ausgebildet.
Und wie sieht ihr Training gerade aus?
Aktuell trainiert Gerda vor allem die Geruchsdifferenzierung, hat mir ihre Hundeführerin Tiffany Petters gesagt:
„Das ganze findet momentan noch am Glas statt. Das heißt, das ist wie Memory für kleine Kinder. Die Gerda muss von mehreren Gläsern, sei es sechs bis sieben Stück, den einen passenden für mich raussuchen, den sie im Vorfeld vorgegeben bekommt.
Und das klappt schon richtig gut. Hat Gerda den richtigen Geruch gefunden, zeigt sie das nicht durch Bellen. Sie zeigt ihn mit der Nase an und verharrt dabei kurz – der Körper friert quasi ein. Im nächsten Jahr beginnt dann die eigentliche Ausbildung. Danach ist Gerda auch bei echten Polizeieinsätzen dabei.