
Gute Ausrüstung für die Feuerwehr muss nicht immer teuer sein. Benjamin Olschak (37), Metallbauer aus Drohndorf bei Aschersleben, hat einen sogenannten Frontsprühbalken für Feuerwehrautos entwickelt. Günstig und effizient - dafür gab es jetzt den Bestform Award des Landes. Der Frontsprühbalken ist ein Edelstahlrohr mit Wasserdüsen. Das kommt vorn ans Feuerwehrauto dran und hilft beispielsweise bei Feldbränden. Auch ältere Autos können damit aufgerüstet werden. Bei den Feuerwehren in Drohndorf und Mehringen ist die Konstruktion schon im Einsatz.

Grundsätzlich ist das keine neue Erfindung, das betont Benjamin Olschak auch. Aber: Ein Frontsprühbalken ist meist nur eine Option, wenn ein Feuerwehrauto neu angeschafft wird und der koste dann allein schon 5.000 bis 10.000 Euro, so der Schlosser. Seine koste hingegen rund 1.500 Euro.
Außerdem haben die herkömmlichen Konstruktionen meistens einen hohen Wasserverbrauch. Bei seiner Variante hat Olschak also darauf geachtet, dass die Düsen effizient sind und so eine möglichst große Fläche im Einsatz besprüht werden kann. Frontsprühbalken kommen beispielsweise bei Flächenbränden zum Einsatz. Die Feuerwehrautos bespühen damit die Fläche um das Feuer herum, damit sich dieses nicht weiter ausbreitet. Auch Glutnester können so besser gelöscht werden. Aber auch bei der Beseitigung von Ölspuren können Frontsprühbalken zum Einsatz kommen.