Die Tauchplattform von Unterwasserarchäologen vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt ist durch ein Klosterfenster im Arendsee zu sehen.

Arendsee: Prahm wird noch nicht gehoben

Eigentlich sollte das mittelalterliche Lastenschiff im Arendsee im Altmarkkreis Salzwedel - der sogenannte Prahm - heute wieder auftauchen. Daraus wird aber nichts. Die Tauchbedingungen sind zu schlecht, hat uns das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie mitgeteilt. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

Die Holz-Fähre ist über 750 Jahre alt, liegt in 35 Metern Tiefe und ist erstaunlich gut erhalten. Weil das so ist, soll sie nach der Erforschung bei Tageslicht auch wieder versenkt werden. Bisher wurde der Prahm nur in 35 Metern Tiefe erforscht. Weil die Sichtverhältnisse aber so schlecht sind, soll er für zwei Tage an die Oberfläche und wird mit Lasertechnik untersucht. Die gewonnenen Daten dienen der Forschung, wären aber auch für einen Nachbau des Schiffes geeignet.

Gebaut wurde das Schiff etwa 1265, das haben Untersuchungen vom Holz ergeben. Es ist 12 Meter lang und 2,50 Meter breit. Das Schiff ist mit Schnitzereien verziert, was ebenfalls ungewöhnlich ist.

Auf dem Arendsee schwimmt schon eine große Plattform mit einem Loch, das die gleiche Größe hat wie der Prahm. Wenn er gehoben wird, befestigen die Taucher Ketten am Holzschiff, dann wird es manuell hochgezogen. Aber nur für zwei Tage, denn sonst trocknet es aus und wird brüchig. Also wird der Prahm anschließend wieder versenkt und mit einem Tuch bedeckt, das ihn vor Sediment schützen und somit konservieren soll.

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