
Auf der seit über 20 Jahren stillgelegten Strecke zwischen Bitterfeld und Stumsdorf könnten bald wieder S-Bahnen fahren. Eine Machbarkeitsstudie im Auftrag des Landes Sachsen-Anhalt zeigt: Die Reaktivierung der Strecke im Kreis Anhalt-Bitterfeld lohnt sich. Damit könnte Sachsen-Anhalt erstmals eine stillgelegte Bahnstrecke wiederbeleben. Die Strecke wird «Saftbahn» genannt, weil über sie landwirtschaftliche Produkte wie Zuckerrübensirup transportiert wurden.
Gutachter prüften vier Varianten – überzeugt hat die stündliche Verlängerung der S2 von Leipzig über Bitterfeld, Sandersdorf und Zörbig bis Köthen. Dafür sehen Gutachter ein positives Nutzen-Kosten-Verhältnis. Sie rechnen mit durchschnittlich 500 bis 1.000 Fahrgästen pro Tag. Die neue Strecke bindet Städte direkt an Leipzig an, bringt Pendler schneller zur Arbeit und verbessert den Anschluss für Gewerbegebiete. Die Kosten liegen bei 130 Millionen Euro, 90 Prozent könnten der Bund fördern. Bis tatsächlich wieder Personenzüge rollen, dauert es allerdings noch. Die Machbarkeitsstudie ist ein erster Schritt- jetzt stehen weitere Planungen an.