
Der Weiterbau der A39 bekommt Rückenwind aus Sachsen-Anhalt: Der Altmarkkreis Salzwedel und der Landkreis Stendal gehören zu 14 Kommunen aus vier Bundesländern, die die Bundesregierung zu einem schnellen Baustart auffordern.
In einem gemeinsamen Schreiben an Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und Bundesverkehrsminister Steffen Bilger verlangen die Städte und Landkreise, die Finanzierung für den siebten Bauabschnitt der A39 zwischen Weyhausen und Ehra sicherzustellen. Das notwendige Baurecht liegt bereits vor – jetzt fehle nur noch die Freigabe der Mittel.
Aus Sicht der Kommunen ist der Lückenschluss der A39 ein wichtiges Infrastrukturprojekt für den Norden und Osten Deutschlands. Gemeinsam mit der A14 und der geplanten B190n soll die Autobahn die Anbindung der Altmark und weiterer Regionen in Sachsen-Anhalt deutlich verbessern sowie Wirtschaft und Pendler entlasten.
Anfang Juli hatte das Bundesverwaltungsgericht eine Klage des Umweltverbandes BUND gegen den Bauabschnitt abgewiesen. Damit sind die rechtlichen Voraussetzungen für den Weiterbau geschaffen.
Insgesamt soll die A39 nach ihrer Fertigstellung auf rund 105 Kilometern Südniedersachsen mit Hamburg verbinden. Die Kosten für das Gesamtprojekt werden auf 1,5 bis zwei Milliarden Euro geschätzt. Ob der Bau beginnt, entscheidet nun die Bundesregierung mit der Bereitstellung der notwendigen Haushaltsmittel.