
Der ADAC hat in seiner neuesten Untersuchung 31 Winterreifenmodelle der Dimension 225/40 R18 auf Herz und Nieren geprüft – vom Budget- bis zum Premiumsegment.
Besonders problematisch: Manche Billigreifen zeigten auf Schnee kaum Grip oder ließen das Fahrzeug selbst bei Eis nur mit Mühe zum Stehen kommen. Auch auf nasser Fahrbahn waren teils extrem lange Bremswege zu beobachten – bis zu 15 Meter Unterschied zwischen dem besten und schlechtesten Reifen aus 80 km/h.
Die Premiumreifen lieferten durchweg ausgewogene Leistungen in allen Testdisziplinen – Schnee, Nässe, Trocken und auch in der Umweltbilanz. Besonders hervorgehoben wurde der Goodyear UltraGrip Performance 3, der sich dank hoher Laufleistung, geringem Abrieb und solider Fahrsicherheit zum Gesamtsieger kürte.
Im mittleren Preissegment finden sich durchaus brauchbare Modelle. Acht von elf getesteten Quality-Reifen wurden mit „befriedigend“ bewertet. Allerdings zeigten beispielsweise Firestone Winterhawk 4, Maxxis Premitra Snow WP6 und Apollo Aspire XP Winter deutliche Schwächen – sie wurden vom ADAC nicht klar empfohlen.
Aus dem Budgetbereich konnten nur Matador MP93 Nordicca und Momo W-20 North Pole eine „befriedigend“ genannte Leistung bieten – trotz allgemeiner Schwächen.
Reifen, die speziell für nordische Bedingungen (mit zusätzlichem Eissymbol) entwickelt wurden, schnitten im Test nicht überzeugend ab. Sie bringen zwar mehr Grip auf Schnee und Eis, zeigen jedoch erhebliche Nachteile bei Nässe und Trockenheit – Bedingungen, die in Deutschland häufiger vorkommen.
Wer auf Sicherheit setzt, sollte die Billigangebote meiden. Premiumreifen bieten in allen Bereichen stabilere Leistungen.
Wer im mittleren Segment sucht, sollte genau auf die Stärken und Schwächen des Modells achten.
Nordische Spezialreifen sind in deutschen Verhältnissen meist keine ideale Wahl.