
JA! Das war grandios. Der 1. FC Magdeburg hat die Siegesserie von Hertha BSC gestoppt und drei wichtige Punkte aus dem Berliner Olympiastadion entführt. Nach Toren von Alexander Nollenberger und Rayan Ghrieb stand es am Ende 2:0 für den Klub. Mit 13 Punkten steht der FCM zwar noch auf dem letzten Tabellenplatz aber nur noch einen Punkt hinter Platz 14.
Magdeburgs Petrik Sander beließ es bei einer Veränderung zum Pokal-Aus in Leipzig: Max Geschwill ersetzte den gelbgesperrten Marcus Mathisen. Die Partie begann mit einer Schrecksekunde: Als der FCM halbherzig verteidigte, setzte Fabian Reese seinen Volleyschuss aber nebens Tor (2.). Magdeburg erspielte sich im Anschluss ein Übergewicht, Noah Pesch (9., 16.) und Mateusz Zukowski (13.) brachten den Ball aber ebenso wenig aufs Gehäuse.
Mehr Drive kam im zweiten Spielabschnitt auf den Platz. Magdeburgs Falko Michel scheiterte in der 52. Minute an Herthas Torhüter Tjark Ernst, Berlins Michael Cuisance setzte drei Minuten später den Ball aus rund 20 Metern knapp neben das Tor.
Eine gute Viertelstunde vor dem Ende der regulären Spielzeit tankte sich Barik Atik an der Torauslinie durch und passte zu Nollenberger, der volley aus rund sechs Metern einschoss. Hertha drückte in der Folge auf den Ausgleich. Magdeburg verdarb sich einige Konterchancen, Dariusz Stalmach traf dabei lediglich den Außenpfosten (85.). Der eingewechselte Ghrieb machte es kurz vor dem Ende der Nachspielzeit besser.
Wegen eines medizinischen Notfalls im Hertha-Block stellten die Fanlager im Anschluss zeitweise die Unterstützung ein. Ein Fan musste in der zweiten Halbzeit von Rettungskräften behandelt werden. Beim TV-Sender Sky war dann zu sehen, wie der Mann von den Rettungskräften aus dem Stadion gebracht wurde. Er soll demnach wieder ansprechbar gewesen sein. Im Stadion gab es Applaus. Ein Fan des FCM war unter der Woche im Krankenhaus gestorben, nachdem er beim Pokalspiel in Leipzig vor dem Stadion reanimiert worden war.