






Die Feuerwehren in Sachsen-Anhalt mussten am Wochenende wieder zu mehreren Wald- und Feldbrände ausrücken. Das größte Feuer brach am Samstagnachmittag bei Zerbst im Landkreis Anhalt-Bitterfeld aus.
Mehr als 200 Einsatzkräfte kämpften zwischen Jütrichau, Pakendorf und Wertlau gegen die Flammen. Zeitweise stand der Bahnverkehr zwischen Dessau-Roßlau und Magdeburg still, die B184 war gesperrt und eine Hundepension sowie ein Pferdehof mussten evakuiert werden – alle Vierbeiner sind wohlauf, hieß es von der Stadt Zerbst. Im betroffenen Waldgebiet befand sich ein altes Pflegeheim. Alle drei dazugehörigen Gebäude sind bis auf die Grundmauern niedergebrannt.
Feuerwehren aus mehreren Landkreisen, das THW, Bauern aus der Umgebung und ein Polizeihubschrauber kamen zur Hilfe. Das Waldgebiet Spitzberg blieb so vom Feuer verschont. Die Nachlöscharbeiten dauern noch an. Alle Einsatzkräfte hoffen auf Regen, damit sich die Situation weiter entspannt.
Gestern Nachmittag rückte die Wittenberger Feuerwehr zu einem Waldbrand im Bereich Karlsfeld aus. Dort standen etwa 10 Hektar Ödland und Wald in Flammen. Um das Feuer zu löschen, wurden weitere Einsatzkräfte dazu gerufen.
Bereits gegen 22 Uhr konnte das Feuer weitestgehend gelöscht werden - in der Nacht sorgte eine Brandwache dafür, dass Glutnester keinen erneuten Brand auslösen.
Am Einsatz beteiligt waren die Feuerwehren Abtsdorf-Labetz, Apollensdorf, Boßdorf, Braunsdorf, Euper, Jahmo, Kropstädt, Mochau-Thießen, Pratau, Reinsdorf-Dobien, Schmilkendorf, Seegrehna, Straach, Teuchel, Wittenberg-West, Wüstemark, sowie die Hauptamtliche Wachbereitschaft. Zusätzlich unterstützten die Feuerwehren Bülzig, Coswig, Marzahna, Treuenbrietzen, der Fachdienst Waldbrand (LK Wittenberg), örtliche Unternehmer, Polizei und Rettungsdienst.