Gedenken an die Opfer vom Attentat in Halle

Anschlag von Halle jährt sich

Gedenken an die Opfer

Ein Jahr nach dem rechtsterroristischen Anschlag am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur in Halle wird am Freitag, 9. Oktober 2020 mit Veranstaltungen, Gebeten und Kränzen der Opfer gedacht. Dazu werden Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, erwartet. Ab 12.01 Uhr soll in der Saalestadt für drei Minuten das Leben ruhen. Auf den Tag genau vor einem Jahr fielen um diese Zeit die ersten Schüsse.

An Anschlagsorten werden Kränze niedergelegt, Gedenktafeln und ein Mahnmal an der Synagoge enthüllt. In der Stadt werden die Kirchenglocken läuten, Menschen in Gotteshäusern beten. Eine Demokratiekonferenz und Aktionen beschäftigen sich mit den Themen Rechtsextremismus und Antisemitismus. In der Ulrichskirche gibt es am Nachmittag eine zentrale Gedenkfeier für die Opfer des Attentats.

Am 9. Oktober 2019 hatte der schwer bewaffnete Rechtsextremist Stephan Balliet versucht, die Synagoge in Halle zu stürmen und ein Massaker unter 52 Besuchern anzurichten. Als ihm dies nicht gelang, erschoss er eine 40 Jahre alte Passantin und in einem Dönerimbiss einen 20 Jahre alten Gast. Auf seiner Flucht verletzte der Deutsche mehrere Menschen teils sehr schwer. Gegen den heute 28-Jährigen aus Sachsen-Anhalt ihn läuft am Oberlandesgericht Naumburg der Prozess.

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