
Man sieht keine Mücke, man hört keine Mücke und dann hat man auf einmal mehrere Einstichstellen. Kleine rote Punkte, die ganz fürchterlich jucken. Schuld ist die Kriebelmücke. Eigentlich eine irreführender Name, denn mit Mücken haben diese fiesen Tierchen nichts zu tun. Es sind eher Flöhe mit Flügeln und diese stechen auch nicht, sie beißen, um an unser Blut zu kommen. Dabei infizieren sie unsere Haut. Und das macht sie so gefährlich. Die Bissstellen können bei besonders empfindlichen Menschen, allergische Reaktionen auslösen und im Extremfall sogar zu Atembeschwerden führen.
Kriebelmücken sind weltweit verbreitete, blutsaugende Parasiten. Sie sind zwei bis sechs Millimeter große, grau, blaugrau bis schwarz gefärbte, fliegenähnliche Insekten mit kleinem Kopf und einem buckelförmigen, fast kugeligen Brustsegment. In Deutschland sind bisher etwa 50 Kriebelmückenarten nachgewiesen worden.
Die Kriebelmücke hat nicht nur einfach einen Stachel, sondern sägeartige Mundwerkzeuge. Der Biss-Stich einer Kriebelmücke löst eine ziemlich große Schwellung und einen starken Juckreiz aus, der unter Umständen wochenlang dauern kann. Das liegt an dem Speichel, den die Kriebelmücke freisetzt. In dem ist Histamin und darauf reagiert unsere Haut mit Schwellung, Rötung und Juckreiz.
Im Idealfall lasst Ihr den Stich ausheilen, weil durch das Kratzen Bakterien in die Wunde kommen können. Leichter gesagt, als getan. Auf jeden Fall helfen entzündungshemmende Salben aus der Apotheke – wer aber länger Probleme mit so einem Kriebelmückenstich hat, sollte mal zu Arzt gehen. Die gute Nachricht zum Schluss: Kriebelmücken meiden geschlossene Räume – sie greifen meist nur im Freien an.
Vor Kriebelmückenbissen kann man sich durch das Auftragen mückenabweisender Mittel und eine zweckmäßige Kleidung schützen. Außerdem empfiehlt es sich, bei massenhaftem Auftreten der Kriebelmücke den Aufenthalt im Freien am Vormittag und späten Nachmittag zu meiden. Auch Feuchtgebiete und Wiesen sollten gemieden werden, denn in der Nähe von Brutplätzen und Weidetieren kommen Kriebelmücken häufiger vor. Bei einem Biss, die betroffene Stelle kühlen, nicht kratzen und wenn der Juckreiz gar nicht verschwinden will und sich eine rote Fläche auf der Haut ausbreitet einen Arzt aufsuchen.
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