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Schwerer Unfall auf A14 bei Halle

Drei Tote und 19 Verletzte

Schwerer Unfall auf A14 bei Halle
Freitag, 10. Juni 2022

Drei Menschen haben bei einem schweren Unfall mit mehreren Fahrzeugen auf der A14 bei Halle am Donnerstag ihr Leben verloren. 19 weitere wurden neuesten Erkenntnissen zufolge verletzt. Zu ihnen gehörten auch 15-17jährige Spieler und Trainer einer Nachwuchs-Fußballmannschaft aus Magdeburg.

Wie sich der Unfall in Sachsen-Anhalt genau ereignete, war zunächst noch unklar. Viele Beteiligte standen laut einer Polizeisprecherin unter Schock. Es sei daher schwierig, genauere Aussagen über den Unfallhergang zu erhalten. Wie uns die Polizei heute früh mitteilte, sei ein Kleintransporter am späten Nachmittag - der Notruf ging kurz vor 17 Uhr ein - im Stau zwischen Halle-Trotha und Tornau auf ein Auto aufgefahren. Das wurde weggeschleudert und kollidierte mit einem weiteren Auto und einem weiteren Kleintransporter.

An der Unfallstelle waren Menschen in Fahrzeugen eingeklemmt, Trümmerteile auf der Fahrbahn verteilt. Von einem Auto, das in die Böschung neben der Fahrbahn geriet, waren nur noch Reste zu erkennen. Die Front eines Kleintransporters war vollständig zerstört. Ein weiterer war in eine Leitplanke gekracht. In den Unfall verwickelt war auch die B-Junioren-Fußballmannschaft des SV Fortuna Magdeburg. Das teilte der Verein am Abend auf Facebook mit. Die Mannschaft habe sich auf dem Weg zu einem Spiel in Merseburg (Saalekreis) befunden. Alle beteiligten Vereinsmitglieder seien ins Krankenhaus gebracht worden, hieß es. Über die Schwere der Verletzungen wurde zunächst nichts bekannt.

Nach Polizeiangaben kam es außerdem auf der Anfahrt zum Unfallort zu einem Unfall mit drei Leichtverletzten. Am Riebeckplatz in Halle sei ein Feuerwehrfahrzeug mit einem Pkw zusammengestoßen und umgekippt.

Zahlreiche Rettungskräfte, Feuerwehren und auch Rettungshubschrauber waren gestern Abend im Einsatz. Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Lebensgefahr bestand nach ersten Erkenntnissen bei keinem von ihnen, sagte die Sprecherin. Die drei tödlich Verunglückten waren alle in einem Pkw unterwegs. Sie stammen offenbar aus Sachsen. Nähere Angaben zu deren Identität machte die Polizei nicht. Vorher sollten die Angehörigen verständigt und betreut werden.

Die Autobahn Richtung Dresden war wegen der Rettungs- und Bergungsarbeiten bis in den frühen Morgen gesperrt. Neben den Aufräumarbeiten seien auch Sachverständige hinzugezogen worden, um genauere Informationen über den Unfallhergang zu erhalten.

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