Getestete können ausgeschlossen werden

2G-Modell nun auch in Sachsen-Anhalt möglich
Dienstag, 14. September 2021

2G kann nun auch in Sachsen-Anhalt gelten. Die Landesregierung hat am Dienstag die Corona-Verordnung angepasst.

Damit können Veranstalter und Gastronomen ab sofort nur noch Geimpfte und Genesene reinlassen und negativ Getestete ausschließen. Das gilt übrigens auch für's Personal. Dann entfallen Abstandsregeln, Maskenpflicht und Begrenzung der Gästezahl. Wer das Modell einführt, muss das vorher beim Gesundheitsamt anmelden und seine Gäste mit einem Aushang darüber informieren. Die Rückkehr zu 3G ist jederzeit und auch im Wechsel möglich. Die Regierung weist darauf hin, es handele sich um ein Angebot, nicht um eine Verpflichtung. 

Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres sind vorerst davon ausgenommen. 

Kritik kommt zum Beispiel von der AfD. Es gebe keinen wissenschaftlichen Grund für das Modell - wie das Beispiel Münster zeige, wo sich bislang über 60 Gäste einer 2G-Party infiziert hätten. Dazu sagte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne, auch Geimpfte könnten sich infizieren - aber sie hätten keine so hohe Viruslast wie Ungeimpfte und würden deshalb nicht so stark erkranken und seien auch nicht so ansteckend. Man wolle mit 2G wieder volle Räume in der Gastronomie, in der Kultur und weiteren Bereichen ermöglichen.

Modell auch in Sachsen und Niedersachsen 

Auch Sachsen hat angekündigt, das Optionsmodell einzuführen. Das Kabinett in Dresden hat heute die Eckpunkte der neuen Schutzverordnung besprochen, die in der kommenden Woche beschlossen werden und dann bis zum 21. Oktober gelten soll. In Niedersachsen gilt das Modell bereits für Bars und Clubs - ab nächster Woche ist es dann auch in Restaurants und bei Veranstaltungen möglich. Thüringen prüft das noch.