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Tierschützer protestieren vor Impfstoffwerk IDT

Mittwoch, 19. April 2017

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Der Wachschutz von IDT verweigerte die Annahme des Pakets mit den mehr als 210.000 Protestunterschriften.

Vor dem Impfstoffwerk IDT Biologika an der B184 bei Dessau-Roßlau haben Mittwochmittag Tierschützer protestiert. Die Vertreter der Initiativen „SumOfUs“ und „Animal Welfare Foundation“ wollten auch mehr als 210.000 Protestunterschriften übergeben, der Wachschutz nahm das Paket aber nicht an. Die Tierschützer kritisieren, dass IDT ein Hormon verwendet, welches in Südamerika aus Pferdeblut gewonnen wird. Dadurch würden Tiere gequält und getötet. IDT selbst lehnt jegliche Gespräche mit den Schutzinitiativen ab. Peter Kellner, Sprecher von IDT Biologika sagte, dass die Geschäftsleitung nicht mit den Tierschützern sprechen wird und auch keine Angaben zu Kunden oder Produkten macht.

Nach Angaben der Tierschützer bezieht IDT das Hormon PMSG von Blutfarmen in Südamerika. PMSG wird in der Ferkelproduktion eingesetzt, es synchronisiert die Geburten, das gleichzeitige zur Welt kommen der Ferkel. Für die Gewinnung des Hormons wird nach Angaben der Schutzinitiativen trächtigen Stuten unter qualvollen Bedingungen Blut abgenommen.

Aufgedeckt wurde der „Blutskandal“ demnach von der deutschen Animal Welfare Foundation.

Bisher hat die IDT Biologika sämtliche Gesprächsangebote ignoriert. Mit der Protestaktion wollten die Verbraucherorganisation SumOfUs gemeinsam mit der Animal Welfare Foundation am Firmenstandort die Geschäftsleitung persönlich zu einem Gespräch bitten, auch um die Message persönlich zu überbringen: „Stoppen Sie das Geschäft mit der Pferdequal“.

Die Initiativen planen weitere Proteste, auch im Internet.

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