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Mahan Air (persisch: ????????? ?????) ist eine iranische Linien- und Charterfluggesellschaft mit Sitz in der iranischen Hauptstadt Teheran. Drehkreuz ist der circa 30 km südwestlich von Teheran gelegene Imam Khomeini International Airport. Seit 2001 ist Mahan Air Mitglied der International Air Transport Association (IATA). Mahan Air ist die größte private Fluggesellschaft im Iran.
Mahan Air wurde 1991 vom Sohn des damaligen iranischen Präsidenten Al? Akbar H?schem? Rafsandsch?n? in Kerman Hauptstadt der gleichnamigen, iranischen Provinz gegründet. Der Hauptsitz des Unternehmens wurde später jedoch nach Teheran verlegt. Namenspatron ist die im Südosten des Landes gelegene Stadt Mahan in der Provinz Kerman.
1992 nahm Mahan Air den Flugbetrieb mit zwei Tupolew Tu-154M auf nationalen Routen auf. Schon bald darauf wurde mit Damaskus das erste Ziel im Ausland angesteuert. Ab 1994 bot Mahan Air zusätzlich Frachtflüge mit zwei Iljuschin Il-76TD an.
1997 geriet das Unternehmen, das in den wenigen Jahren ihres Bestehens zur zweitgrößten Fluggesellschaft hinter der staatlichen Iran Air herangewachsen war, in eine wirtschaftliche Schieflage, die jedoch durch umfassende Maßnahmen aus eigener Kraft korrigiert werden konnte. Mahan Air bietet heute 13%[1] aller internationalen Verbindungen in den Iran an und hält einen Marktanteil von 8%[2] im Inlandsgeschäft.
Ab 1999 wurde die Flotte um westliche Flugzeugmuster ergänzt. Aufgrund des Handelsembargos gegen den Iran konnten jedoch keine Flugzeuge direkt von Airbus bzw. Boeing erworben werden, sondern mussten auf dem Gebrauchtmarkt aus Ländern beschafft werden, die zu diesem Zeitpunkt das Handelsembargo nicht unterstützen. So wurden sukzessive gebrauchte Airbus-Modelle vom Typ A300B4 und A310-300 beschafft. Letzteres Modell sollte ab 2002 in sechs Einheiten von Turkish Airlines übernommen werden. Es wurden jedoch nur zwei Flugzeuge an Mahan Air übereignet. Mit diesen Flugzeugen war es Mahan Air möglich, internationale Verbindungen zu weiter entfernten Zielen aufzunehmen. So wurden neben Bangkok, Delhi und Jeddah ab dem Frühjahr 2002 auch Düsseldorf und später Birmingham und Manchester in den Flugplan aufgenommen. Weitere nationale und internationale Ziele folgten.
Bereits 2003 ging Mahan Air mit der Düsseldorfer LTU eine Kooperation ein und bot ihren Passagieren ab Düsseldorf Anschlussflüge zu ausgewählten, nordamerikanischen Zielen im Streckennetz der LTU an.
Nach Eröffnung des neu errichteten Imam Khomeini International Airport im Mai 2004, verlagerte Mahan Air den Großteil des Flugbetriebes an den circa 30 Kilometer südwestlich Teherans gelegenen Flughafen und versuchte durch ein ansprechendes Preis-Leistungs-Verhältnis, diesen als Drehkreuz zwischen ihren europäischen und asiatischen Destinationen zu etablieren. Der nach internationalen Standards lizenzierte Wartungsstützpunkt, der u. a. von der staatlichen Iran Air und Sogerma EADS France unterhalten wird, bleibt vorerst am alten Mehrabad International Airport bis zu dessen Schließung.
Im selben Jahr wurden im Wetlease zunächst je ein Airbus A320-200 bzw. A321-200 der Düsseldorfer Blue Wings unter Vertrag genommen, die die russischen Tupolevs ersetzen sollten. Bis zu acht Exemplare der A320-Familie sollten beschafft werden, jedoch konnten bis 2007 nur zwei A320-200 der Blue Wings eingeflottet werden ein weiteres Exemplar wird im Leasing von der armenischen Blue Sky betrieben, die auch weitere Flugzeuge anderer Muster für Mahan Air betreibt.
Im Juli 2007 belegten die britischen Luftfahrtbehörden Mahan Air mit einem Landeverbot für sämtliche Flugplätze in Großbritannien. Es wurde u. a. das Fehlen des gesetzlich vorgeschriebenen Traffic Collision Avoidance System (TCAS) und des Enhanced Ground Proximity Warning System (EGPWS) bemängelt. Im September desselben Jahres folgte die Europäische Kommission der Argumentation der britischen Behörden und nahm Mahan Air schließlich in die Liste der Betriebsuntersagungen für den Luftraum der Europäischen Union auf.[3]
Bei der routinemäßigen, halbjährlichen Überprüfung dieser Liste, stellte die Europäische Kommission Mahan Air eine Aufhebung des Einflugverbotes in Aussicht, da man auf dem besten Weg sei, die beanstandeten Mängel vollständig zu beseitigen.[4] Dies erfolgte am 24. Juli 2008.[5]
Mahan Air bedient zahlreiche Ziele innerhalb des Iran und Metropolen im Nahen Osten wie beispielsweise Dammam, Bagdad, Dubai und Damaskus sowie international Istanbul, Bangkok und Delhi. In Europa werden gegenwärtig Düsseldorf und Birmingham angeflogen.
Ein Airbus A310-300 der Mahan Air unmittelbar nach der Landung.
Mit Stand Januar 2010 besteht die Flotte der Mahan Air aus 25 Maschinen[6]:
Das Alter der Flotte der Mahan Air betrug im Januar 2010 durchschnittlich 21,7 Jahre.[7]
Wegen der Handelssanktionen gegen den Iran ist es Mahan Air nicht möglich, Flugzeuge westlicher Produktion direkt vom Hersteller zu beziehen. Mahan Air bezieht daher ihre Flugzeuge auf dem Gebraucht- und Leasingmarkt.
- Am 7. März 2005 rutschte ein mit 14 Besatzungsmitgliedern und 77 Passagieren besetzter Airbus A310-300 aus Bangkok kommend über das Ende der Landebahn 29L des Mehrabad International Airport, nachdem während der Landung das Fahrwerk teilweise kollabiert war und das Flugzeug nicht rechtzeitig zum Stehen gebracht werden konnte. Es wurde niemand verletzt, das Flugzeug konnte repariert werden.[8]
- ? Arabianbusiness.com Mahan Air makes waves vom 1. Februar 2007
- ? Arabianbusiness.com Making waves vom 1. März 2007
- ? EUR-Lex.Europa.eu Verordnung (EG) Der Kommission Nr. 1043/2007 vom 11. September 2007
- ? Airliners.de EU hebt Landeverbot für Pakistan International Airlines auf vom 28. November 2007
- ? http://www.aero.de/news.php?varnewsid=6911
- ? ch-aviation.ch: Flotte der Mahan Air 11. Januar 2010
- ? airfleets.net: Flottenalter der Mahan Air 12. Januar 2010
- ? Aviation-Safety.net offizieller Zwischenbericht