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Der selbst ernannte "König von Deutschland", Peter Fitzek.

Neue Razzia beim König

Polizei, Steuerfahndung und Finanzaufsicht waren mit über 100 Beamten im Einsatz. Ziel: Auflösung der Bank und der Krankenkasse, die der selbst ernannte Monarch ohne Genehmigung betrieben haben soll.
Donnerstag, 27. November 2014

Dem selbst ernannten König von Deutschland, dem 49 Jahre alten Peter Fitzek aus Wittenberg, geht es jetzt offenbar an den Kragen. Mehr als 100 Beamte von Bereitschaftspolizei, Steuerfahndung und Finanzaufsicht haben Räume und Grundstücke des Monarchen in der Lutherstadt durchsucht, alle verwertbaren Gegenstände wurden beschlagnahmt.

Drehmaschinen, Computer, Autos, Telefone, sogar Klaviere – die bewaffneten Ermittler in Kampfanzügen haben alles was nicht niet- und nagelfest ist eingezogen. Mit der Aktion wollten die Behörden offensichtlich klarstellen, dass sie sich von dem Monarchen nicht länger auf der Nase herumtanzen lassen. Der 49 jährige Peter Fitzek (Foto) hatte demnach illegal eine Bank und auch eine Krankenkasse betrieben und hohe Geldbeträge eingenommen. Deshalb steht der 49 jährige derzeit auch in Dessau vor Gericht. Dem König drohen bei einer Verurteilung bis zu 5 Jahre Haft.

"Wir haben einen Abwickler beauftragt, um die illegal betriebene Bank und auch die ohne Genehmigung aktive Krankenversicherung aufzulösen", sagte Sven Gebauer von der Finanzaufsichtsbehörde BaFin. "Dieser Fall ist deutschlandweit einmalig", sagte er.

Der 49 jährige "König von Deutschland" Peter Fitzek gehört zur sogenannten Reichsbürgerbewegung, die die Existenz der Bundesrepublik infrage stellt und auch geltendes deutsches Recht nicht akzeptiert. Seit Jahren hält er die Behörden auf Trab, auch weil er ohne amtlichen Führerschein unterwegs war. Der Monarch hatte oftmals eine Fahrerlaubnis seines Königreichs vorgelegt.

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