1,3 Millionen Euro veruntreut

Selbsternannter König von Deutschland muss hinter Gittern
Mittwoch, 15. März 2017

Der selbst ernannte König von Deutschland kann abdanken, er wurde zum zweiten Mal in dieser Woche zu einer Haftstrafe verurteilt. Und kommende Woche startet der nächste Strafprozess, dem Reichsbürger Peter Fitzek aus Wittenberg drohen dann zusätzliche Haftjahre.

Diese Woche läuft gar nicht gut für den Monarchen: Am Montag wurde er vom Amtsgericht Wittenberg wegen Fahrens ohne Führerschein als Serientäter verurteilt, zwei Jahre und acht Monate Haft lautete das Urteil. Mittwochnachmittag legte das Landgericht Halle nach: 3 Jahre und 8 Monate oben drauf, weil Peter Fitzek die Ersparnisse seiner Untertanten veruntreut hatte.

Fitzek machte aus dem letzten Prozesstag wieder mal ein riesen Spektakel. Fast jeden Satz der Richterin kommentierte er durch wütende Zwischenrufe: "Hexenverfolgung", "das ist Faschismus", "nageln Sie mich doch gleich ans Kreuz" - das waren einige seiner Ausbrüche. Vor dem Gefängnis wird ihn das nicht bewahren. Er hatte von hunderten gutgläubigen Anhängern Geld eingesammelt. 1,3 Millionen sind verschwunden.

Damit kommt der Monarch allein diese Woche auf insgesamt 6 Jahre und 4 Monate Gefängnis. Und im Prozess, der kommende Woche Montag in Dessau startet, weil Fitzek illegal eine Krankenkasse betrieben hatte, wird mit der nächsten Gefängnisstrafe gerechnet.

 

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