Die Lage in Syrien droht zu eskalieren

Die Krise in Syrien droht nach einem US-Luftangriff weiter zu eskalieren.

Das US-Militär hat am frühen Freitag Morgen, den 7. April einen Stützpunkt der syrischen Armee in der Provinz Homs bombardiert. Dabei sind der syrischen Armee zufolge mindestens neunMenschen getötet worden. Der Stützpunkt wurde fast komplett zerstört.

US-Präsident Donald Trump stellte den Angriff als Akt der Verteidigung nationaler Sicherheitsinteressen dar. Er begründete ihn damit, dass die syrische Regierung mit ihrem Giftgas-Angriff am Dienstag internationale Verpflichtungen und UN-Resolutionen verletzt habe.

Es war das erste Mal, dass die USA syrische Regierungstruppen angegriffen haben.

Russland kritisierte das Vorgehen der USA. Ein Kremlsprecher sagte, Präsident Wladimir Putin halte die amerikanischen Angriffe für eine Aggression gegen einen souveränen Staat, dazu noch mit einem erdachten Vorwand. Die syrische Armee habe keine Chemiewaffen mehr. Das habe nach der Entwaffnung auch die zuständige UN-Organisation bestätigt, hieß es weiter.

Im syrischen Staatsfernsehen wurde der Angriff als "Akt der Aggression" verurteilt.

+++ Update vom 8. April 2017 +++

Die USA haben mit weiteren Militär-Schlägen in Syrien gedroht.Bei einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates gestern Abend in New York sagte US-Botschafterin Nikki Haley, man sei darauf vorbereitet, mehr zu unternehmen.Man hoffe aber, dass das nicht nötig wird.

Bundesverteidigungsministerin von der Leyen hat indes ausgeschlossen, dass sich die Bundeswehr an Angriffen auf die syrische Armee beteiligt.Wie sie in der ARD sagte, umfasse das Mandat des Bundestages allein Aufklärungsflüge im Kampf gegen die IS-Terrororganisation.

Seite teilen