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Rund 4000 Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes haben sich am Donnerstagmorgen, 22. März, nach Gewerkschaftsangaben zu einer Demonstration in Halle versammelt. Mit Trillerpfeifen und Rasseln machten sie lautstark vor dem Charlottencenter in der Innenstadt ihren Unmut über die Haltung der Arbeitgeber bei den Tarifverhandlungen deutlich.
"Wir sind es wert" hieß es auf den Westen, die hunderte Demonstranten trugen, darunter auch Lehrer, die sich dem Aufruf zur Demonstration anschlossen. Am Mittag hat auf einer Kundgebung auf dem Riebeckplatz, dem zentralen Verkehrsknoten in Halle, Verdi-Chef Frank Bsirske zu den Demonstranten gesprochen.
Am Morgen hatten nach Gewerkschaftsangaben in mehreren Städten in Sachsen-Anhalts Mitarbeiter von Stadtverwaltungen, Kitas und der Stadtreinigung die Arbeit niedergelegt. Laut Verdi sollen die Warnstreiks den ganzen Tag andauern.
Die Gewerkschaften fordern von den Arbeitgebern 6,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Das Angebot der Arbeitgeber - ab Mai 2,1 Prozent mehr Gehalt und ein weiteres Plus von 1,2 Prozent ab März 2013 - hatten sie ausgeschlagen. Damit wurden die Tarifverhandlungen am 13. März in Potsdam ohne ein konkretes Ergebnis vertagt. Die Gespräche sollen am 28. und 29. März fortgesetzt werden.
Die zweite Warnstreikrunde im öffentlichen Dienst hatte am Montag, 19. März, in Niedersachsen und Bremen begonnen. Außer in Sachsen-Anhalt kam es auch in Sachsen, Thüringen, Brandenburg, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zu Arbeitsniederlegungen in Behörden und kommunalen Betrieben.