Brandanschlag Tröglitz

Brandanschlag Tröglitz

Ermittlungen nach Brand in Tröglitz

Polizei sucht noch Zeugen, weitere Bürgerbefragungen
Montag, 27. Juli 2015

Nach dem Brand in der geplanten Flüchtlingsunterkunft in Tröglitz im Burgenlandkreis sucht die Polizei noch sieben Zeugen. Wie es vom Landeskriminalamt heißt, haben sich in der besagten Nacht Anfang April mindestens 14 Menschen in der Nähe aufgehalten.  

Sieben davon hätten sich bereits gemeldet, die anderen würden nun auch mit Flyern gesucht und gebeten, eventuelle Beobachtungen zu schildern.

Die Ermittlungsgruppe "Kanister" geht bisher von einem Anschlag aus.

Am Brandort war demnach ein Kanister gefunden worden, in dem sich Kraftstoff als Brandbeschleuniger befand.

Download Zeugenaufruf (PDF)

Hinweise werden auf Wunsch auch vertraulich beim Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt unter der zentralen Rufnummer 0391 - 2501122 entgegengenommen.

Schriftliche Hinweise können auch in den Briefkasten des Regionalbereichsbeamten, Friedensplatz Nr. 3 in Tröglitz, eingeworfen werden.

Informationen nimmt aber auch jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Ausgangslage:

In der Nacht des 4. April 2015, gegen 02:00 Uhr, brannte es in dem Gebäude einer geplanten Asylbewerberunterkunft in Tröglitz. Der Tatort befindet sich in der Ernst-Thälmann-Straße 28/30. Nach bisher vorliegenden Erkenntnissen drangen mehrere Personen in das zur Tatzeit noch bewohnte Haus ein und legten an verschiedenen Stellen Feuer. Die Täter betraten bzw. verließen das Gebäude durch den Eingang der ehemaligen Poststelle an der Giebelseite des Wohnhauses Nr. 30. Zur Tatausführung nutzten die Täter mehrere Liter Kraftstoff, den sie in mindestens zwei Kunststoffkanistern zum Tatort transportierten.

Belohnung

Für Hinweise, die zur Ermittlung oder Ergreifung der Täter führen oder für die Herbeischaffung von Beweismitteln, die der Ermittlung oder Ergreifung der Täter dienen, wird insgesamt eine Belohnung in Höhe von 20.000 Euro ausgelobt.

 

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