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Polizei

Elektronisches Polizeirevier boomt in Sachsen-Anhalt

Montag, 23. Mai 2016

Nach technischen Problemen ist das elektronische Polizeirevier der Polizei Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr wieder besonders stark für Anzeigen, Beschwerden und auch Lob genutzt worden. Im Jahr 2015 seien 17 364 Datensätze erfasst worden, teilte das Innenministerium mit. 2014 seien es noch 5528 gewesen, 2012 und 2013 um die 8100. Wie viele Anzeigen darunter gewesen seien, wie viele Hinweise und Fragen, sagte das Ministerium mit Verweis auf den hohen Rechercheaufwand nicht.

Das eRevier gibt es seit dem Jahr 2005, damals waren rund 1500 Anzeigen erstattet worden, 2009 hatte sich die Zahl schon auf etwa 4400 nahezu verdreifacht - das waren damals zwei Prozent aller im Land erstatteten Anzeigen.

Infolge des Hochwassers 2013 und wegen eines Hackerangriffs war das Landesportal Sachsen-Anhalt über einen längeren Zeitraum nicht erreichbar. Das eRevier war nicht in vollem Umfang nutzbar. 2014 sei es deshalb deutlich weniger genutzt worden, teilte das Innenministerium weiter mit. Der deutliche Anstieg im vergangenen Jahr sei auch auf eine Layoutanpassung für mobile Endgeräte zurückzuführen. Es sei nun leichter zu bedienen und werde entsprechend häufiger genutzt.

Gegenwärtig werde an der technischen Basis des eReviers gearbeitet. Die Anwenderfreundlichkeit solle durch eine verbesserte Menüführung verbessert werden. Es soll mehr Erklärungen, Belehrungen und häufig gestellte Fragen samt Antworten geben.

Das Ministerium wies darauf hin, dass das eRevier ein zusätzliches Angebot mit einem ergänzenden Service darstellt. «Die Mehrzahl der Anzeigenaufnahmen wird aus Sicht der Landespolizei Sachsen-Anhalt weiterhin im unmittelbaren Bürgerkontakt und beim Einsatz der Polizei vor Ort erfolgen.»

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