Eintracht 2017

Eintracht 2017

DFB-Pokal: 1:2 - Aus für Eintracht

Holstein Kiel kegelt die Löwen raus
Freitag, 11. August 2017

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Baffo sah den roten Karton

Es ist wie verhext- Eintracht Braunschweig scheidet wieder im DFB-Pokal in der ersten Runde aus, verliert in Kiel mit 1:2.

Ist es so was wie der Pokal-Fluch, der die Löwen belastet? Dabei kreisten über dem voll besetzten Holstein-Stadion zu Kiel keinesfalls Geier, aber Störche. Und die agierten auch mehr im Stadion. Und wie. Der Aufsteiger agierte von Beginn an respektlos, lies Eintracht Braunschweig nur selten über die Mittellinie und erarbeitete sich Chance um Chance.

Trainer Torsten Lieberknecht vertraute der gleichen Mannschaft wie gegen Heidenheim. Die Löwen wirkten aber unkonzentiert, hatten bei Zweikämpfen oft das Nachsehen und leisteten sich viele Ungenauigkeiten.

Zwar hatte Eintracht nach 4. Minute durch Nyman so etwas wie eine erste Torchance, aber dem Aufsetzer fehlte die Wucht. Vor dem Eintracht-Tor wurde es hektisch. 6. Minute Duksch Kopfball – den hielt Fejzic ohne Probleme. , Dann tanzte sich Lewerenz durch die Abwehr – wieder rettete Fejzic. .Kurz darauf war wieder Duksch durch – Aussennetz – und das konnte Lewerenz dann auch. Riesenchancen der Kieler am Fliesband. Torsten Lieberknecht reichte es – er wechselte nach 30 Minuten, brachte für Steve Breitkreuz Quirin Moll und stellte das System um. Danach lief es etwas besser in der Offensive der Eintracht. Die Statistik bis dahin aber eine klare Sache: 7:1 Ecken, 70 Prozent Zweikampfgewinne – für Holstein Kiel!

Nach gut einer halben Stunde stockte den Zuschauern der Atem. Hernandez tanzte sich in den Strafraum durch, wurde von Schmidt von den Beinen geholt – klarer Elfer. Ken Reichel legte sich den Ball bereit – verlud den Torwart, aber traf nur den Außenpfosten! Vorbei! Das Spiel wurde nun offener, aber dicke Chancen gab es nicht mehr – Halbzeitbilanz: 9:3 Torschüsse für die Gastgeber.

Nach dem Wechsel präsentierte sich Eintracht von Beginn an agressiver, zielstrebiger und kämpferischer. Zuck ballerte gleich mal drauf aus 16 Metern – der abgefälschte Ball ging nur Millimeter am Tor vorbei. Jetzt ging es Schlag auf Schlag. Eintracht holte in der Bilanz auf: 5:2 Torschüsse. Der erste Sturmlauf der Kieler in der 48. Minute brachte die 10300 Zuschauer in Wallung. Schindler wurde im Strafraum von Reichel bedrängt, ging zu Boden, Schiedsrichter Winkmann pfiff nicht. Stattdessen setzte Eintracht einen feinen Konter über Hernandez, der auf Nyman passte - der ins kurze Eck zur Eintracht Führung traf.

Kiel zeigte sich aber nicht geschockt. Wollte den Ausgleich. In der 54. Minute ein schöner Angriff über den Flügel. Lewerenz ballerte ins obere Eck – aber der Treffer zählte nicht. Abseits Das Spiel entwickelte sich zum offenen Schlagauftausch. Lieberknecht wechselte für Hochscheidt den frischen Maximilian Sauer ein.
Die 70. Minute – wieder stürmte Duksch in den Strafraum, Baffo versuchte es mit einem langen Haken – Foul pfiff Winkmann – Elfer für Kiel und Baffo sah den roten Karton. Drexler nutzte die Gelegenheit und verwandelte eiskalt zum Ausgleich.

Danach die Kieler Störche wie entfesselt, wollten das Spiel jetzt entscheiden. Lieberknecht reagierte, wechselte den erschöpften Nyman aus und brachte Abdullahi. Nach einem Angriff der Löwen pfiff Winkmann wieder ein Foul nicht und dieses Mal nutzen die Kieler die Gunst der Stunde. Lewerenz schleppte den Ball übers Spielfeld, bediente mustergültig Duksch, der zum 2:1 einschob (77.).

Eintracht kämpfte mit 10 Mann vorne und hinten, aber der Ausgleich fiel nicht mehr. Wieder scheidet Eintracht früh aus dem DFB Pokal aus.

Aufstellungen:

Eintracht:

Jasmin Fejzic, - Steve Breitkreuz, Gustav Valsvik, Joseph Baffo – Ken Reichel, Mirko Boland, Louis Samson, Jan Hochscheidt – Hendrick Zuck, Onel Hernandez – Christoffer Nyman

Marcel Engelhardt, Maximilian Sauer, Steffen Nkansah, Quirin Moll, Julius Biada, Eros Dacaj.

Trainer: Torsten Lieberknecht/Darius Scholtysik

Schiedsrichter: Guido Winkmann

Holstein Kiel:

Kenneth Kronheim, - Christopher Lenz, Rafael Czichos, Dominik Schmidt, Sebastian Heidinger – David Kinsombi – Steven Lewerenz, Alexander Mühling, Dominick Drexler, Kingsley Schindler – Marvin Duksch.

Lukas Kruse, Manuel Janzer, Patrick Herrmann, Dominic Peitz, Utku San, Niklas Hoheneder, Amara Condé.

Trainer: Markus Anfang/Tom Chicon

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