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Die ermordete Studentin Yangjie LI aus China.

Dessauer Polizei bildet nach Mord Sonder-Ermittlungsgruppe

Bislang fehlt den Kriminalisten eine heiße Spur zu dem Unbekannten, der die 25 Jahre alte chinesische Studentin missbraucht und ermordet hatte.
Montag, 23. Mai 2016

Die Dessauer Polizei hat heute eine Sonderermittlungsgruppe gebildet, um den Mörder der chinesischen Studentin zu finden.

Die Ermittlungsgruppe (EG), in anderen Bundesländern werden diese Einheiten auch „SOKO“ (Sonderkommission) genannt, wird durch zusätzliche Kräfte der Kriminalpolizei aus ganz Anhalt verstärkt.

Bislang fehlt den Ermittlern eine heiße Spur, die zum Täter führt.

Die 25 Jahre alte Studentin war am 11. Mai verschwunden. Sie war von ihrer alltäglichen Joggingrunde nicht zurückgekehrt. Die Leiche der Frau wurde zwei Tage später in einem Gebüsch an der Dessauer Hausmannstraße gefunden, nur wenige Meter von ihrer Wohnung entfernt. Die Frau wurde missbraucht und erschlagen.

Am Fundort wurde unbekanntes Genmaterial gefunden. In dieser Woche wird es nun einen Abgleich mit Verbrecherdatenbanken geben. Fest steht bislang nur, dass die in Dessau gefundene DNA nicht identisch mit der ist, die nach dem Mord an einer bulgarischen Studentin in Halle gefunden wurde.

 Indes ermittelt die Dessauer Polizei, nachdem am Sonntag gegen 21:30 Uhr Jugendliche am Fundort der Leiche randaliert hatten.

Die Unbekannten versuchten etwa ein Dixie-Klo umzukippen und verteilten dann zahlreiche Überweisungsträger, die sie aus einer nahen Bank hatten, am Trauerort.

Indes haben Polizei und Staatsanwaltschaft erneut um Mitwirkung der Bevölkerung bei der  Aufklärung des Mordes gebeten. Personen, die am 11. Mai, einem Mittwoch, zwischen 20:30 und 21:40 Uhr, dem Zeitpunkt als sich das Handy der Studentin aus dem Netz ausgeloggt hat, in der Dessauer Innenstadt Beobachtungen jeglicher Art gemacht haben, werden gebeten sich zu melden, auch anonyme Hinweise sind möglich.

Hinweise sind an die Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost unter der Telefonnummer 0340- 6000-291 oder per E-Mail an lfz.pd-ost@polizei.sachsen-anhalt.de zu richten. Es sind auch jederzeit Hinweise über 110 an jede Polizeidienststelle möglich.

 

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